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	<title>Roadtrip Archive - Halbzeitpause</title>
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	<description>- der Reiseblog für Overlanding, Hiking und Backpacking</description>
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	<title>Roadtrip Archive - Halbzeitpause</title>
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		<title>Ohne Plan und auf der falschen Seite &#8211; mit dem Auto nach Schottland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hartwig van der Neut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 14:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 1: Harwich &#8211; North York Moors National Park &#8211; The Trossachs National Park &#8211; St. Andrews Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-durch-england-und-schottland/">Ohne Plan und auf der falschen Seite &#8211; mit dem Auto nach Schottland</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Harwich &#8211; North York Moors National Park &#8211; The Trossachs National Park &#8211; St. Andrews</h2>



<p class="has-drop-cap">Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen. Okay, das ist nicht von mir. Das ist von John Lennon (genauer gesagt aus seinem Song &#8222;Beautiful Boy&#8220;). Aber es passt ganz gut zu unserer Situation in diesem Sommer. Eigentlich hatten wir nämlich geplant, mit unserem Reise-Defender nach Norwegen zu fahren. Ganz hinauf bis zu den Lofoten. Und unterwegs im Dachzelt in der Wildnis zu übernachten. Aber dann kam wieder mal alles anders, und es wurde ein Roadtrip durch England und Schottland:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="897" height="757" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Landkarte Route Teil 1" class="wp-image-4380" style="width:570px;height:481px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a.jpg 897w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a-300x253.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a-768x648.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a-89x75.jpg 89w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil1a-480x405.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:897px) 100vw, 897px" /></figure>
</div>


<p>Wie so häufig waren es unsere (erwachsenen) Kinder, die uns einen Strich durch die Rechnung machten. Unsere Tochter Fleur beschloss, ein Master-Studium im Schweden zu absolvieren. Und Hetty beschloss, dass wir sie dorthin auf gar keinen Fall alleine umziehen lassen könnten. Also fand die erste Skandinavien-Tour in diesem Sommer nicht mit dem Dachzelt sondern mit einer großen Matratze und zwei Fahrrädern auf dem Dachgepäckträger des Defenders statt. Und natürlich jeder Menge Koffern und Kisten im Wageninneren. So bepackt ging es nach Linköping, wo wir unsere Tochter in ihrer Studentenunterkunft ablieferten. Aber damit nicht genug.</p>



<p>Auch unser Sohn Bastian wurde an einer ausländischen Bildungsanstalt angenommen. In seinem Fall an der altehrwürdigen Universität von St. Andrews in Schottland. Hier würde er seinen Doktor machen (bzw. den &#8222;Pie-Eytsch-Die&#8220;, wie man das heute moderner nennt, also PhD&#8230;) Und auch hier befand Hetty, das wir den jungen Mann natürlich persönlich mitsamt seiner gesamten Habe dorthin bringen müssten. Immerhin hätten wir dabei ja gleich eine schöne Gelegenheit, uns Schottland anzusehen und dann eben dort in den Highlands den Defender und sein Dachzelt zum Einsatz zu bringen. Gesagt, getan.</p>



<p>Also kommen zu der gesamten Camping-Ausstattung des Autos (Details dazu siehe <a href="https://halbzeitpause.blog/ausbau-neuer-land-rover-defender-zum-overland-camper/">hier</a>) auch noch Umzugskisten, Rucksäcke, Taschen und das unvermeidliche Fahrrad auf dem Dachträger dazu. Die Rückbank ist zu zwei Dritteln bis unters Dach vollgestopft. Es bleibt gerade noch so ein schmaler Sitzplatz für Bastian daneben übrig. </p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Mit der Fähre von Hoek van Holland nach Harwich</h3>



<p>Unsere erste Station wird der Hafen von Hoek van Holland sein, um von dort mit der Autofähre nach England überzusetzen. Auf dem Weg dorthin stoppen wir bei unseren Freunden Jan und Sabina in Amersfoort. Bastian bekommt von ihnen ein quasi unbenutztes Set Golfschläger in einer riesigen Tasche geschenkt. Wegen ihrer wuchtigen Größe findet sie nur mit Mühe noch im Wageninneren Platz. Sabina meint, St. Andrews sei das &#8222;<em>Walhalla des Golfs</em>&#8222;! Schließlich sei dort der moderne Golfsport mit seinen Regeln erfunden worden und außerdem wäre es für Bastian genau der richtige Sport, um später die richtigen Leute in Politik und Wirtschaft kennenzulernen. Obama und Trump würden schließlich auch Golf spielen. Nun denn&#8230;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="604" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-604x1024.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Bed and Breakfast in Great Bentley" class="wp-image-4358" style="width:415px;height:704px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-604x1024.jpg 604w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-177x300.jpg 177w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-768x1301.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-906x1536.jpg 906w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-44x75.jpg 44w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley-480x813.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbGreatBentley.jpg 1080w" sizes="(max-width:767px) 480px, 604px" /></figure>
</div>


<p>Die Überfahrt mit der Fähre gestaltet sich bei sehr ruhigem Wetter unspektakulär, mit ihrer Fahrtzeit von 6 Stunden aber auch ein wenig langweilig. Als wir endlich im Hafen von Harwich ankommen, dämmert es bereits. Und als wir dann die quälend lange Wartezeit bei der Einreise ins Vereinigte Königreich dank ausgiebiger Pass- und Zollkontrolle (Brexit sei Dank!) hinter uns gebracht haben, herrscht stockfinstere Nacht. Das macht den Wechsel auf den Linksverkehr nicht angenehmer. </p>



<p>Wir hatten uns für die erste Nacht extra eine Unterkunft ganz in der Nähe des Hafens ausgesucht, um nicht noch lange fahren zu müssen. Aber auch die kurzen ersten 20 Minuten auf englischen Straßen sind bereits gespickt mit den gefürchteten mehrspurigen Kreisverkehren. An deren richtige Benutzung muss man sich als rechtsfahrender Rest-Europäer ersteinmal gewöhnen. Zum Glück zeigt das Navigationsgerät gleich den korrekten Einfahrtsweg in die Kreise an, so daß wir es zumindest unfallfrei bis zur kleinen Pension im Dorf Great Bentley kurz außerhalb von Harwich schaffen.</p>



<p>Hetty hat mal wieder eine besonders schöne Unterkunft ausfündig gemacht: wir übernachten in einem wunderschönem kleinen Cottage von 1654 n. Chr. direkt neben dem örtlichen Cricketfeld. Die Zimmer sind sehr urig und sehr englisch-plüschig und die Decken mit ihren freiligenden Holzbalken sehr niedrig. Man läuft eigentlich ständig Gefahr, sich den Kopf anzuschlagen. Aber das Häuschen hat definitiv Charme!</p>



<p>Bastian gibt sich zum Frühstück gleich das Full English Breakfast (<em>&#8222;When in Rome do as the romans do!</em>&#8222;) und hat hinterher erstmal Bauchschmerzen. Hetty und ich trauen uns noch nicht so recht. Aber wir probieren zumindest von dem berühmt-berüchtigten Black Pudding aus gebackenem Schweineblut, der im Geschmack an die Grützwurst aus meiner Kindheit erinnert. Ansonsten halten wir es aber vorerst noch &#8222;continental&#8220;.</p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Transfer nach Yorkshire</h3>



<p>Auch am nächsten Tag ist der Linksverkehr noch anstrengend. Wir kennen ihn eigentlich ja schon von zahlreichen früheren Reisen (eigentlich ist man erstaunt, in wie vielen Ländern doch Linksverkehr herrscht (Australien, Neuseeland, Südafrika, Namibia, Thailand, Indonesien etc.). Aber hier sind wir mit unserem eigenen Auto unterwegs und für diesen Verkehr sitzt jetzt das Steuer auf der falschen Seite. Ich muss mir häufig ganz schön den Hals verrenken, um eine gute Sicht auf die anderen herannahenden Autos zu erhaschen.</p>



<p>Die Landschaft während der Fahrt von Harwich nach Norden erinnert verblüffend stark an Schleswig-Holstein. Würden die Autos nicht auf der falschen Seite der Straße fahren, wäre quasi kein Unterschied wahrnehmbar. Erst sehr viel weiter im Norden in der Grafschaft Yorkshire ändert sich das Landschaftsbild und wird für unser Gefühl &#8222;englischer&#8220;.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="643" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-643x1024.jpg" alt="Englische Telefonzelle und Union Jack" class="wp-image-4363" style="width:366px;height:583px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-643x1024.jpg 643w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-188x300.jpg 188w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-768x1223.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-964x1536.jpg 964w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-1286x2048.jpg 1286w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-47x75.jpg 47w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-480x765.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Telefonbox02-scaled.jpg 1607w" sizes="(max-width:767px) 480px, 643px" /></figure>
</div>


<p>Kirkbymoorside, ein sehr kleines, aber ebenso hübsches Dörfchen am Rande des North York Moors Nationalparks, ist unsere nächste Station. Das Örtchen wirkt reichlich verschlafen, aber wir haben wieder ein entzückendes &#8222;Airbnb&#8220;, mit drei kleinen Räumen verteilt auf drei Etagen. Bastian, der zukünftige Herr Doktor, bekommt das Kinderzimmer mit antikem Schaukelpferdchen neben dem Bett zugewiesen, was er mit einem leichten Murren quittiert. </p>



<p>Um zum Anbau mit unseren Zimmern zu gelangen, müssen wir jedesmal die Küche der Vermieterin Jacqueline durchqueren, einer reizenden älteren Dame im (scheinbar unvermeidlichen) englischen Blümchenkleid. Auf dem Flur davor wacht der Bordercollie &#8222;Tess&#8220;, eine ganz reizende Hundedame, die von jedem Vorbeigehenden vehement Streicheleinheiten einfordert.</p>



<p>Zur Begrüßung serviert uns Jacqueline englische Scones mit Marmelade und &#8222;Clotted Cream&#8220; serviert. Sie schmecken ganz hervorragend und wurden von ihrem Mann Tim gemacht, der bereits einmal den offiziellen Scone-Back-Wettbewerb von Kirkbymoorside gewonnen hat (wie uns später mit berechtigtem Stolz erklärt wird)!</p>



<p>Im Haus selbst gibt es kein Internet, sehr wohl aber öffentliches W-Lan auf dem kleinen Platz davor. Dafür hat man im ganzen Dorf so gut wie keinen Mobilfunkempfang (dass es das noch irgendwo in Europa gibt!). Insofern schlägt der Versuch, mit meiner Mutter Kontakt aufzunehmen, fehl. Dafür gibt es eine (nach wie vor in Betrieb befindliche) klassische rote Telefonzelle im Dorfzentrum. Hätte ich jetzt englische Münzen bei mir gehabt, ich hätte sie auf diese Weise anrufen können. </p>



<p>Dafür verfügt Kirkbymoorside aber über gleich zwei Pubs: den &#8222;White Swan&#8220; und den &#8222;Black Swan&#8220; zu beiden gegenüberliegenden Seiten des Dorfplatzes. Der &#8222;White Swan&#8220; sei &#8222;<em>a drinking place for old people</em>&#8222;, erklärt uns Jacqueline, und der &#8222;Black Swan&#8220; &#8222;<em>a drinking place for young people</em>&#8222;. Das Essen sei allerdings in beiden gleichermaßen ungenießbar. Sie empfiehlt uns das &#8222;George &amp; Dragon&#8220; und reserviert für uns am Abend einen Tisch. Das Restaurant erscheint auf den ersten Blick gediegen und die Preise sind es auch. Auf den Tellern landet am Ende aber irgendwie wieder Fish &amp; Chips (auch, wenn es auf der Karte irgendwie blumiger beschrieben klang.) Nun gut, für&#8217;s Essen reist man wohl nicht ins Vereinigte Königreich. </p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Zwei Tage im North York Moors Nationalpark</h3>



<p>In unmittelbarer Nachbarschaft zu Kirkbymoorside liegt der North York Moors Nationalpark. In dessen Besucherzentrum hatte uns eine reizende ältere Lady eine Wanderung im Park durch das Tal bei Rosedale Abbey empfohlen. Auf der Fahrt dorthin solle es allerdings eine sehr spektakuläre Straßen-Abfahrt mit nicht weniger als 30 % Gefälle geben! Und als wir mit unseren Vermietern über unsere geplante Tageswanderung sprechen, kommt auch sofort dieser sogenannte &#8222;Rosedale Chimney&#8220; (also etwa &#8222;Rosedale Schornstein oder -Schlot&#8220;) zur Sprache. Sein Gefälle sei &#8222;<em>absolutely terrifying!</em>&#8222;, werden wir gewarnt. Nungut, wir wagen es trotzdem.</p>



<p>Kurz vor der steilen Abfahrt befindet sich oben auf einer Anhöhe mitten im Heideland ein Parkplatz. Hier stoppen wir kurz, bevor wir uns in den angekündigten &#8222;Höllenschlund&#8220; stürzen wollen. Auf einem großen Schild am Straßenrand wird nochmal ausdrücklich auf die bevorstehende Gefahr hingewiesen: &#8222;<em>Dangerous hill, engage low gear now!</em>&#8220; </p>



<p>Während ich davor stehe und es skeptisch betrachte, kommt von unten ein laut schnaufender älterer Radfahrer in blauem Profi-Rennfahrerdress herangefahren. Er lässt völlig erschöpft sein Rad zu Boden fallen und will sich dann mit offenbar letzter Kraft selbst vor dem Schild fotografieren. Als ich ihm dabei meine Hilfe anbiete, japst er nur atemlos: <em>&#8222;If I could talk to you, I would!</em>&#8222;, bevor er mir dankbar sein Handy in die Hand drückt. Ich mach schnell einige Fotos von ihm und seinem offenbar übermenschlichen Triumpf. Dann fährt er torkelnd und mit einem leicht gepressten &#8222;<em>Never again!</em>&#8220; davon. </p>



<p>Jetzt mache ich mir doch ein wenig Sorgen. Ich luge vorsichtig um eine erste Straßen-Kurve herum, kann aber noch kein echtes Gefälle erkennen. Also okay, auf geht&#8217;s. Sicherheitshalber aktiviere ich den Bergabfahr-Assistenten des Land Rovers. Man weiß ja nie.</p>



<p>Aber wie es dann immer so ist: wird die Erwartungshaltung ins Unendliche gesteigert, bleibt die Realität zumeist weit dahinter zurück. Und so ist es auch hier. Ja, die Straße ist steil, hat aber nie und nimmer ein Gefälle von 30 %. Da haben wir in Südamerika ganz andere Straßen erlebt (z. B. im chilenischen Valparaiso.). Und jedes Alpendorf hat wahrscheinlich aufregendere Wege. Die Abfahrt gestaltet sich letztendlich nicht besonders schwierig &#8211; nichts, &#8222;wofür es sich lohnen würde, nach Hause zu schreiben.&#8220;&#8230; <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-1024x768.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: North York Moors Nationalpark" class="wp-image-4396" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-1024x768.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-300x225.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-768x576.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-1536x1152.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-2048x1536.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-100x75.jpg 100w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-960x720.jpg 960w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/NorthMoorsNPDrohne-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die anschließende Wanderung von Rosedale aus durch das Tal (knapp 17 km lang, 4 1/2 Stunden) wiederum ist sehr schön: &#8222;English countryside at its best&#8220;! Eine wunderschön purpurne Heidelandschaft, unzählige fein säuberlich aufgestapelte Steinmauern als Feldbegrenzungen, viele, viele Schafe, gute Wanderwege und sehr schönes, teilweise sogar sonniges Wetter. Auf halber Strecke rasten wir im Gras und am Ende gibt es dann wieder Scones und Kaffee in einem sehr schönen kleinen Tea Garden am Ausgangsort. Super!</p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="486" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-486x1024.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Helmsley" class="wp-image-4365" style="width:270px;height:569px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-486x1024.jpg 486w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-142x300.jpg 142w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-768x1618.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-729x1536.jpg 729w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-972x2048.jpg 972w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-36x75.jpg 36w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-456x960.jpg 456w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley-scaled.jpg 1215w" sizes="(max-width:767px) 480px, 486px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Reisen ohne Plan</h3>



<p>Die weitere Planung der Reise bleibt schwierig. Als wir losfuhren, war noch nicht klar, wann Bastian sein Zimmer im Studentenwohnheim in St. Andrews beziehen würde können. Und ein genaues Datum haben wir dafür noch immer nicht. Also müssen wir flexibel bleiben. Ist ja eigentlich nicht so mein Ding, nicht ausgiebig planen zu können (Hettys auch nicht). Irgendwie Ist es aber auch ein wenig befreiend. Ich beschließe, loszulassen und spontan zu bleiben (oder zu werden? <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/> ). Wir geben dem Zufall eine Chance und schauen, was uns der jeweilige Tag bringt. Irgendwann wird der Moment schon kommen, an dem wir nach St. Andrews abbiegen werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="739" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-1024x739.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Helmsley" class="wp-image-4366" style="width:406px;height:293px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-1024x739.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-300x217.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-768x554.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-1536x1109.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-2048x1478.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-104x75.jpg 104w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Helmsley2-480x346.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Auf dem Weg nach Norden machen wir derweil noch einen Stopp in Helmsley, einem weiteren kleinen pittoresken Dorf am Rande des Nationalparks. Und anschließend noch eine kurze einstündige Wanderung auf den Sutton Banks zum &#8222;Kilburn White Horse&#8220; &#8211; eine 1857 in einen Abhang eingeritzte riesige Pferdesilhouette. Künstlerisch eher eine Enttäuschung, aber die Wanderung bietet einige schöne Aussichten, u. a. zu dem angeblich &#8222;<em>Finest View in England</em>&#8220; (laut Schriftsteller James Herriot). Ich stelle fest, dass die Einwohner dieser Grafschaft offenbar allgemein zu Übertreibungen neigen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="625" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-1024x625.jpg" alt="Camping mit Land Rover Defender und Dachzelt in Schottland" class="wp-image-4368" style="width:470px;height:287px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-1024x625.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-300x183.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-768x469.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-1536x938.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-2048x1251.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-123x75.jpg 123w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Nightcamping-480x293.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Dann starten wir die 4stündige Etappe bis Stirling, einem kleinen Ort etwas nördlich der Linie Edinburgh &#8211; Glasgow und damit endlich in Schottland. Unterwegs fahren wir bereits durch eine unbewaldete &#8222;Highlands&#8220;-artige Hügellandschaft, die dann aber doch erstmal wieder in &#8222;normale&#8220; englische Kulturlandschaft übergeht. </p>



<p>Um nicht bis spät in den Abend fahren zu müssen, beschließen wir, hier einen Stopp einzulegen. Wir übernachten auf einem kleinen Campingplatz vor der Stadt. Zum Üben der Campingroutine vielleicht gar nicht schlecht, bevor es dann im weiteren Verlauf der Reise wirklich in die Wildniss der Highlands gehen soll.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Wandern im Trossachs-Nationalpark</h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="524" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-1024x524.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: The Trossachs Nationalpark" class="wp-image-4370" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-1024x524.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-300x154.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-768x393.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-1536x787.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-2048x1049.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-146x75.jpg 146w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP-480x246.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:13px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="740" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-740x1024.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Three Lochs Forest Drive" class="wp-image-4390" style="width:389px;height:538px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-740x1024.jpg 740w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-217x300.jpg 217w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-768x1063.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-1109x1536.jpg 1109w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-1479x2048.jpg 1479w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-54x75.jpg 54w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-480x665.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/TrossachsNP2-scaled.jpg 1849w" sizes="(max-width:767px) 480px, 740px" /></figure>
</div>


<p>Da es am nächsten Tag nach wie vor keine Nachricht aus St. Andrews gibt, beschließen wir, ihn im nahegelegenen Loch Lomond &amp; The Trochass Nationalpark zu verbringen. </p>



<p>Eigentlich würden wir dort auch gerne campen, aber aufgrund des großen Andrangs muss man dafür eine Camping-Permit vom Nationalparkamt erwerben. Es wurden für die Sommermonate  sogenannte &#8222;Camping Management Zones&#8220; eingerichtet, offenbar um an den beliebtesten Stellen dem Massenansturm Herr zu werden. Auf einer speziell eingerichteten Internetseite kann man sich anmelden und bekommt dann für ein kleines Entgelt einen Zelt- bzw. Stellplatz reserviert. Aber diese sind für die heutige Nacht leider bereits alle vergeben. </p>



<p><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-black-color"><em>Hier gibt es dazu mehr Informationen:<a href="https://www.lochlomond-trossachs.org/things-to-do/camping/"> Camping in Loch Lomond and the Trossachs National Park.</a></em></mark></p>



<p>Also fahren wir eine Runde auf dem sogenannten &#8222;Three Lochs Forest Drive&#8220;, der auf einer landschaftlich besonders schönen Strecke drei Seen miteinander verbindet. An einem der &#8222;Löcher&#8220; stoppen wir und machen ungeachtet des typisch schottischen Nieselregens eine kleine Wanderung.</p>



<p>Und dann erreicht uns die Nachricht, dass Bastian am folgenden Tag in St. Andrews erwartet wird. Also werfen wir wieder alles über den Haufen und fahren zurück zum gleichen Campingplatz nach Stirling, der bereits auf dem Wege zur Ostküste liegt. Von dort aus soll es dann am nächsten Tag in aller Frühe weitergehen.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">St. Andrews</h3>



<p>Von Stirling aus ist es nur noch etwas mehr als eine Stunde nach St. Andrews. Für Bastian soll ein ganz neuer, sehr spannender Lebensabschnitt beginnen. Die nächsten drei bis vier Jahre wird er hier verbringen und an seiner Doktorarbeit schreiben. Wir sind alle sehr gespannt und dementsprechend verläuft die frühmorgendliche Autofahrt weitgehend schweigsam.  </p>



<p>Die Studentenwohnanlage am Stadtrand ist schnell gefunden, und wir können sein Zimmer beziehen. Der Defender wird ausgeräumt und das Fahrrad vom Dach verladen. Auf einmal haben wir wieder richtig viel Platz im Auto! </p>



<p>Beim Hereintragen der Habseligkeiten kommt uns aus einem der Gebäude eine festlich gekleidete Gruppe entgegen: Die Männer in feinstem Zwirn, die Anzüge mit langen Rockschößen, dazu elegante Krawatten und Lackschuhe. Die Damen in Stöckelschuhen, geschmacklich etwas schwierigen Cocktailkleidern und dazu keck auf einer Stirnecke drapierte und kunstvoll gestaltete Minihütchen. Unwillkürlich ist man an die beim Pferderennen in Ascot zur Schau gestellte Mode erinnert. Eigentlich nicht die Klientel, die wir in den Universitäts-Unterkünften erwartet hatten. Ich hake es erstmal unter schottischer Exzentrik ab. Aber schon wenig später sollte sich auflösen, was es damit auf sich hatte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="943" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-943x1024.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: St. Andrews Old Course" class="wp-image-4375" style="width:454px;height:493px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-943x1024.jpg 943w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-276x300.jpg 276w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-768x834.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-1415x1536.jpg 1415w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-1887x2048.jpg 1887w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-69x75.jpg 69w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GolfStAndrews-480x521.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:943px) 100vw, 943px" /></figure>
</div>


<p>Nach absolviertem Einzug in die Studentenunterkunft machen wir uns zu einer ersten Stadterkundung auf. Die Kleinstadt St. Andrews präsentiert sich extrem mondän: gleich zu Beginn unseres Rundgangs stoßen wir auf den berühmten &#8222;Old Course&#8220;, den ältesten noch existierenden Golf-Platz der Welt direkt an der Küstenpromenade. 1553 wurde er zum ersten Mal offiziell erwähnt.</p>



<p>Hier wurde zwar nicht wirklich Golf als Solches erfunden. Historisch beurkundet ist aber, dass in St. Andrews 1888 auf eben jenem Old Course das erste offizielle Regelwerk zum modernen Golfsport vorgestellt wurde.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="680" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-680x1024.jpg" alt="St. Andrews Golfwarnschild" class="wp-image-4373" style="width:202px;height:304px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-680x1024.jpg 680w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-199x300.jpg 199w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-768x1156.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-1021x1536.jpg 1021w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-1361x2048.jpg 1361w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-50x75.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-480x722.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Golfschild-scaled.jpg 1701w" sizes="(max-width:767px) 480px, 680px" /></figure>
</div>


<p>Als wir dort ankommen, wird gerade ein großes Turnier vorbereitet und auf dem Green bereits eifrig trainiert. Ein Fußweg führt quer über den Golfplatz zum Strand. Extra abgestellte Wächter stehen dort und passen auf, dass niemand passiert, wenn gerade abgeschlagen wird. Auch gibt es überall Warnschilder (&#8222;Wenn Sie den Warnruf &#8222;FORE!&#8220; hören, bedecken Sie Ihren Kopf und wenden Sie sich ab vom Spiel&#8220;). Außerdem wird darauf hingewiesen, dass man sein Auto am Rande des Golffeldes auf eigenes Risiko abstellt. Ich würde gerne wissen, wieviele Schäden an Autos hier schon durch verirrte Golfbälle verursacht wurden. Aber vielleicht nimmt man solche Schäden bewußt in Kauf, um seinen Wagen nur ja direkt am Old Course abstellen zu können?</p>



<p>Überhaupt fällt überall sofort auf, wie sehr St. Andrews den Golfsport lebt: im Stadtgebiet gibt es mittlerweile nicht weniger als 7 Golfplätze, an jeder Ecke kann man Golfausrüstung kaufen und dazu natürlich die passende Kleidung, die Restaurants und Hotels haben alle irgendwie den Begriff &#8222;Golf&#8220; im Namen etc.</p>



<p>Die andere Hälfte der Stadt wiederum scheint komplett durch die 1410 gegründete  und damit drittälteste britische Universität eingenommen zu werden. Quasi jedes zweite der historischen Gebäude der Innenstadt scheint zu ihr zu gehören. Dazu kommt, dass Studenten oder Mitarbeiter der Uni gut ein Drittel der Bevölkerung von St. Andrews ausmachen. Zu den berühmtesten Absolventen gehört übrigens auch der aktuelle britische Thronfolger Prinz William, der hier während seines Studiums seine spätere Ehefrau Kate Middleton kennenlernte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="501" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-1024x501.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Universitätskirche St. Andrews" class="wp-image-4377" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-1024x501.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-300x147.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-768x376.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-1536x752.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-2048x1003.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-150x73.jpg 150w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/UniversitaetStAndrews-480x235.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Und als wir uns dem weitläufigen Innenhof zwischen den prächtigen zentralen Universitätsgebäuden nähern, erklingt doch tatsächlich quasi zu unserer Begrüßung Dudelsackmusik: in der Kirche der Uni findet eine Trauung statt. Als wir neugierig näher kommen, tritt gerade das Brautpaar aus dem Kirchentor gefolgt von der Schar der Hochzeitsgäste. Und hier sehen wir dann auch die fein gekleideten Herrschaften aus der Uni-Wohnanlage von heute morgen wieder und bei ihnen tatsächlich auch noch einige Herren im Kilt. Und natürlich trägt auch der Dudelsackspieler zur Uniform den traditionellen Schottenrock. </p>



<p>Selbstverständlich hatten wir Bastian bereits im Vorfelde damit aufgezogen, dass er ja bald auch Kilt tragen werde und er es sich daher ja sparen könne, Unterhosen für seinen Schottland-Aufenthalt einzupacken&#8230; Er fand es nur mäßig lustig. <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="312" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-1024x312.jpg" alt="Roadtrip durch England und Schottland: Westbeach St. Andrews" class="wp-image-4394" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-1024x312.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-300x91.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-768x234.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-1536x468.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-2048x624.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-150x46.jpg 150w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Westbeach-480x146.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-embed alignright is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=9UcFX1HmfMM" title="Chariots of Fire, by Hugh Hudson (1981) - Opening scene" width="1220" height="686" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/9UcFX1HmfMM?feature=oembed" consent-required="3180" consent-by="services" consent-id="3181" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/9UcFX1HmfMM?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>



<p>Unmittelbar an der Küste vor dem Old Course befindet sich der Westbeach von St. Andrews. Hier geht es etwas gemächlicher und nicht ganz so mondän zu. Familien gehen spazieren, Kinder spielen im Sand und unzählige Hunde tollen in den weit auslaufenden Wellen umher. </p>



<p>Dort wurde übrigens auch die berühmte &#8222;Beach running scene&#8220; aus dem oscarprämierten Film &#8222;Chariots of fire&#8220; (&#8222;Die Stunde des Siegers&#8220;) gedreht. Hier ist der betreffende Filmausschnitt dazu mit der vielleicht noch berühmteren Filmmusik von Vangelis:</p>



<p>Bastian ist von den vielen Eindrücken in seiner neuen temporären Heimat ziemlich erschlagen. Um ihn wieder etwas zu erden, kaufen wir ihm erstmal alle notwendigen Grundnahrungsmittel ganz profan bei Aldi. Den gibt es nämlich auch in St. Andrews. Allerdings eher etwas schamhaft versteckt außerhalb des Stadtzentrums. </p>



<p>Und da die Preise für Hotelübernachtungen in St. Andrews maßlos überteuert sind (wohl auch wegen des gerade anstehenden Golf-Events), übernachten Hetty und ich ganz bescheiden im Dachzelt auf einem nahegelegenen Campingplatz. Während Bastian die erste Nacht in seinem neuen Studentendomizil verbringt. </p>



<p>Und ab jetzt können Hetty und ich dann auch endlich wieder genaue Pläne machen für den zweiten Teil der Reise: Fahrtstrecken recherchieren, Wanderungen planen, Schlafplätze heraussuchen und Übernachtungen im Voraus buchen&#8230; Irgendwie ist uns das doch lieber&#8230; <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-cyan-bluish-gray-background-color has-background" style="grid-template-columns:25% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="747" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4385 size-full" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg 747w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-219x300.jpg 219w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-768x1053.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-55x75.jpg 55w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-480x658.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil.jpg 852w" sizes="(max-width:767px) 480px, 747px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-uagb-inline-notice uagb-inline_notice__align-left uagb-block-a4257fe6"><button class="uagb-notice-close-button" type="button" aria-label="Close"></button><h4 class="uagb-notice-title">Hettys perspektief:</h4><div class="uagb-notice-text">
<p><strong>Afscheid!</strong><br><br>De eigenlijke reden dat we naar Schotland gingen was natuurlijk om Bas weg te brengen naar Saint Andrews. We hadden ook al een kort tripje naar Zweden gemaakt om Fleur weg te brengen, zij gaat in Lingköping studeren. Nu heb je dan 3 kinderen en ze wonen op het moment allemaal in het buitenland (snik). Floris voor studie en de liefde, Bas kreeg een fantastische kans voor een PHD in St. Andrews en Fleur heeft haar hart een beetje verloren aan Scandinavie en wilde daar heel graag een paar jaar studeren. <br>Nu heb ik eigenlijk geen last gehad van het lege nest syndroom, ik was echt wel klaar met bergen was, rommel overal in huis, de eeuwige vraag, &#8222;wat eten we vandaag&#8220; en een altijd lege koelkast, maar dat ze nu alledrie zover weg zijn, is ook wel even wennen. Op de terugweg was ik wel een beetje melancholisch, de tijd van kinderen in huis is nu definitief voorbij en we gaan nu echt een andere fase in. Niet erg, maar het kwam in de auto onderweg wel even binnen. Vooral ook omdat ze niet meer even naar huis kunnen komen en ik niet meer even ze kan bezoeken.<br>Van Hartwig volgt nog deel twee van het reisverslag, maar ik kan jullie al wel vertellen dat ik in de daktent heb geslapen (jawel), we hebben wild gekampeerd in Schotland en ik heb de midges overleefd…. Hoe dat vertel ik in mijn volgende perspectief!</p>
</div></div>
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</div></div>
</div></div>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Und im <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-england-schottland-teil-2/">zweiten Teil unseres Reiseberichts</a> geht es dann weiter in den Cairngorms Nationalpark, zum Loch Ness, ins Glencoe Valley, zum Loch Lomond und in den Yorkshire Dales Nationalpark. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<section class="wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-none uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-7610b24d uagb-columns__columns-2 uagb-columns__max_width-theme"><div class="uagb-columns__overlay"></div><div class="uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-2">
<div class="wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-1c787e71"><div class="uagb-column__overlay"></div>
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-image-fill-element" style="grid-template-columns:55% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-schottland-england/"><img decoding="async" width="1024" height="639" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1024x639.jpg" alt="Fotogalerie Schottland England" class="wp-image-4742 size-full" style="object-position:16% 68%" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1024x639.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-300x187.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-768x479.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1536x959.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-2048x1279.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-120x75.jpg 120w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-480x300.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><em>Eine Galerie mit den schönsten Fotos</em> <em>von unserer Reise findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-schottland-england/">hier</a>!</em></p>
</div></div>
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<div class="wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-7eeb5487"><div class="uagb-column__overlay"></div>
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-image-fill-element" style="grid-template-columns:55% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://halbzeitpause.blog/video-roadtrip-england-schottland/"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4710 size-full" style="object-position:0% 49%" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1024x768.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-300x225.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-768x576.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1536x1152.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-2048x1536.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-100x75.jpg 100w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-960x720.jpg 960w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><em>Und ein Video mit Aufnahmen von den spannendsten Teilen der Reise findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/video-roadtrip-england-schottland/">hier!</a></em></p>
</div></div>
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</div></section>
<p>Views: 980</p><p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-durch-england-und-schottland/">Ohne Plan und auf der falschen Seite &#8211; mit dem Auto nach Schottland</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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		<title>Von Monstern und Mythen &#8211; unterwegs in Schottland und England</title>
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					<comments>https://halbzeitpause.blog/roadtrip-england-schottland-teil-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartwig van der Neut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 15:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Dachzelt]]></category>
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		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Land Rover]]></category>
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		<category><![CDATA[Rundreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2: Glamis Castle &#8211; Cairngorms Nationalpark &#8211; Loch Ness &#8211; Glencoe Valley &#8211; Loch Lommond &#8211; Yorkshire Dales Nationalpark (Fortsetzung von Teil 1) Nachdem wir<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-england-schottland-teil-2/">Von Monstern und Mythen &#8211; unterwegs in Schottland und England</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="905" height="759" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie.jpg" alt="" class="wp-image-4507" style="width:506px;height:424px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie.jpg 905w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie-300x252.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie-768x644.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie-89x75.jpg 89w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/KarteTeil2a-Kopie-480x403.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:905px) 100vw, 905px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Glamis Castle &#8211; Cairngorms Nationalpark &#8211; Loch Ness &#8211; Glencoe Valley &#8211; Loch Lommond &#8211; Yorkshire Dales Nationalpark</h2>



<p><a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-durch-england-und-schottland/">(Fortsetzung von Teil 1)</a></p>



<p class="has-drop-cap">Nachdem wir unseren Sohn für sein Phd-Studium an der tradtionsreichen Universität von St. Andrews abgeliefert haben, machen wir uns zweit weiter auf den Weg in Richtung der Highlands. Der Roadtrip durch England und Schottland geht in die zweite Runde.</p>



<p>Bislang war unsere Reise aufgrund des zu leistenden Umzugs von Bastian eher von nüchtern-organisatorischen Erwägungen geprägt. Aber jetzt sind wir bereit für das wahre, das sagenumwobene Schottland: für nebelverhangene Moor-Landschaften, mittelalterliche Spukschlösser, Elfen, Trolle und natürlich das Monster von Loch Ness!</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Glamis Castle</h3>



<p>Als erstes fahren wir nach Norden. Wir wollen endlich einen Eindruck von den echten Highlands bekommen, von der rauhen landschaftlichen Schönheit Schottlands. Auf dem Weg in den Cairngorms Nationalpark kommen wir am Glamis Castle vorbei, einem der vielen Schlösser im Besitz der englischen Königsfamilie.  Hier verbrachte die &#8222;Queen Mum&#8220; ihre Kindheit, und Prinzessin Margaret wurde hier geboren. Um das Schloss ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden, angeblich weit mehr als bei jedem anderen mittelalterlichen Gemäuer im Vereinigten Königreich. </p>



<p>Die berühmteste Geschichte handelt von dem &#8222;Monster von Glamis&#8220;, einem abscheulich deformierten Kind, das zeitlebens auf dem Schloss gefangengehalten wurde und dessen Kammer schließlich zugemauert und nie wieder geöffnet wurde. Außerdem soll hier die &#8222;Grey Lady&#8220; spuken, die 1537 als Hexe verbrannte Lady Glamis. In der Schlosskapelle ist nach wie vor ein Platz für sie reserviert, auf den sich bis heute niemand zu setzen traut!</p>



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<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Wir haben nicht genug Zeit, um den Geheimnissen des Schlosses genauer auf den Grund zu gehen. Daher unternehmen wir lediglich einen kleinen Spaziergang durch die wirklich sehr schön gestalteten Gärten. Schließlich wollen wir am gleichen Tag auch noch Balmoral Castle aufsuchen. </p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="800" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-800x1024.jpg" alt="Roadtrip mit dem Land Rover Defender und Dachzelt durch 
England Schottland" class="wp-image-4489" style="width:398px;height:510px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-800x1024.jpg 800w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-234x300.jpg 234w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-768x983.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-1200x1536.jpg 1200w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-1600x2048.jpg 1600w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-59x75.jpg 59w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-480x614.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DefenderHighlands-scaled.jpg 2000w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:800px) 100vw, 800px" /></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Cairngorms Nationalpark</h3>



<p>Von Glamis aus fahren wir weiter nach Norden in die Highlands des Cairngorms Nationalpark. Mit seinen 3800 km<sup>2</sup> ist er der größte Nationalpark im Vereinigten Königreich. Er wurde erst im Jahr 2003 gegründet und damit ist er auch der zweitjüngste.</p>



<p>Vor uns liegt eine waldlose Weite, ausgedehnte Heide- und Hochmoorflächen und der sanft geschwungene, aber durchaus beeindruckende Gebirgszug der Cairngorms, der dem Park seinen Namen gegeben haben. So haben wir uns zu Hause Schottland vorgestellt! </p>



<p>Und das Wetter ist irgendwie auch so, wie man es sich vorstellt: im Halbstundentakt wechseln sich Sonne, Wolken und Regenschauer ab. Dazwischen zieht in weiten Schwaden Nebel auf und wieder ab. Wenn man sich hier auf etwas verlassen kann, dann ist es die Unbeständigkeit! </p>



<p>Aber dabei kommt es eben auch auf die Erwartungshaltung an: Da wir ja eigentlich immer davon ausgehen, dass es auch im Hochsommer in Schottland viel Regen geben wird, freuen wir uns im Umkehrschluss nun über jede halbe Stunde Sonnenschein! <img alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Schloss Balmoral</h3>



<p>Ziemlich in der Mitte des Nationalparks befindet sich Schloss Balmoral, das ehemalige Lieblingsschloss und die Sommerresidenz von Queen Elisabeth II. Hier pflegte sie die Monate von August bis Oktober zu verbringen. Und hier verstarb die Regentin auch vor knapp einem Jahr im Alter von 96 Jahren. Ob ihr Geist noch durch das Schloss spukt, ist bislang nicht verbrieft. Es würde mich aber nicht wundern, wenn sie doch noch ein kontrollierendes Auge darauf wirft, was ihre Nachkommen wohl so verzapfen&#8230;</p>



<p>Und auch wir wollen uns dieses Schloss natürlich nicht entgegehen lassen! Also parken wir unseren Defender auf einem völlig überteuerten Parkplatz vor dem Schlossgelände und machen uns frohen Mutes auf zum Eingangstor. Als wir dort ankommen, ist es allerdings versperrt und wird von zwei schwer bewaffneten Polizisten bewacht. </p>



<p>Ich nähere mich vorsichtig der jungen Polizistin, deren keckes Uniform-&#8222;Kompott-Hütchen&#8220; in einem etwas schrägen Kontrast zum ansonsten martialisch im Anschlag gehaltenen Schnellfeuergewehr steht. Ich frage sie, warum gerade kein Zutritt sei und sie  entgegnet mir mit einem knappen Kopfnicken hinter sich: &#8222;They are all in there!&#8220; </p>



<p>Wenn nämlich die königliche Familie anwesend ist, ist das Schloss natürlich für die Öffentlichkeit gesperrt, klar. Und wie wir später aus der Boulevard-Presse erfahren, hat König Charles gerade die ganze Sippe auf das Schloss zitiert, um dringende Familienangelegenheiten zu besprechen. Nun gut, da wollen wir natürlich nicht stören. Also fahren wir unverrichteter Dinge weiter.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Auto- und Bootsverkehr auf Schottisch</h3>



<p>Apropos &#8222;fahren&#8220;: beim Autofahren in Schottland sind nicht nur die Kreisverkehre eine Herausforderung. Auch gibt es viele so genannte &#8222;one-lane-roads&#8220;, die nur eine Fahrzeugbreite breit sind. Man kommt also bei Gegenverkehr nicht aneinander vorbei. Dafür wurden aber alle Nase lang sogenannte &#8222;Passing Places&#8220; eingerichtet, also Ausweichstellen. Man muss nur entsprechend vorausschauend fahren (sprich: langsam) und dann an den entsprechenden Stellen für entgegenkommende Fahrzeuge halten. Hat man sich erstmal daran gewöhnt hat, funktioniert das eigentlich ganz gut.</p>



<p>Als wir den Clairngorms Nationalpark wieder verlassen haben, suchen wir uns einige Kilometer außerhalb einen Übernachtungsplatz. Die Camper-App &#8222;Park4night&#8220; hatte an einem See mehrere schöne Stellplätze angezeigt und tatsächlich finden wir neben dem Uferweg auch schnell ein schönes Plätzchen mit ungestörter Aussicht auf das Wasser.</p>



<p>Allerdings bleiben wir nicht lange allein. Nach kurzer Zeit parkt neben uns ein schnittiger BMW ein und zwei junge Männer steigen grußlos aus. Wir sind erst etwas pikiert, weil sie sich so direkt neben uns niederlassen und ihre Camping-Ausrüstung auspacken. Aber bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass sie nicht dabei sind, ein Zelt für die Nacht aufzubauen. Stattdessen versuchen sie, ein Gummi-Kajak aufzublasen. Allerdings mühen sich die beiden dabei endlos mit einer offenbar nicht gut funktionierenden Pumpe ab. Wir beobachten das eine Weile, dann biete ich ihnen an, mit unserem im Defender (zwecks Anpassung des Reifendrucks) mitgeführten Kompressor auszuhelfen. So ist das kleine Boot dann innerheralb kürzester Zeit betriebsbereit.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="658" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-1024x658.jpg" alt="" class="wp-image-4517" style="width:640px;height:411px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-1024x658.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-300x193.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-768x493.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-117x75.jpg 117w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb-480x308.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Lochindorb.jpg 1353w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Währenddessen stößt auch der Vater eines der beiden jungen Männer mit einem weiteren Auto dazu. Ich komme mit dem sympathischen Mittfünfziger ins Gespräch. Er (Steve) erklärt mir, dass sie vorhätten, mit dem Boot zur mitten im See gelegenen Insel zu fahren und in der dort befindlichen Burgruine im Zelt zu übernachten.</p>



<p>Das winzige und sehr wackelige Gummiboot macht allerdings keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. Und es ist so klein, dass nur zwei Personen oder eine Person und ein Gepäckstück darin Platz finden. Also werden sie mehrfach hin und herpaddeln müssen, um alles und jeden hinüberzuschaffen. </p>



<p>Den ersten Versuch unternehmen die beiden jungen Männer Michael und Joe zusammen. Damit ist das Boot allerdings so schwer beladen, dass es nach dem Einsteigen auf dem Seeboden festsitzt und trotz eifriger Paddelversuche der beiden jungen Männer nicht vom Fleck kommt. Der Anblick ihrer verzweifelten Bemühungen ist derart komisch, dass Hetty und ich nur schwer ein lauthalses Losprusten unterdrücken können. Wir haben es uns derweil nämlich auf unseren Klappstühlen mit einem heißen Tee gemütlich gemacht und betrachten das Schauspiel aus kurzer Entfernung. Und während wir uns mit dicken Pullovern und Jacken vor der aufziehenden abendlichen Kühle schützen, sind die einheimischen Drei mit kurzen Hosen und teilweise sogar barfuß unterwegs. Allein der Anblick läßt uns frösteln. Aber hey, in Schottland ist man wohl anderes gewohnt! Und mit viel Mühen, Flüchen und nassen Füßen gelingt es schließlich doch, das Boot in Fahrt zu bringen. Respekt!</p>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="720" height="960" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Gummiboot.jpg" alt="" class="wp-image-4603" style="width:258px;height:344px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Gummiboot.jpg 720w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Gummiboot-225x300.jpg 225w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Gummiboot-56x75.jpg 56w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Gummiboot-480x640.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-cyan-bluish-gray-color">photo courtesy of Steve Jocelyn</mark></sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Nach der ersten Tour zur Insel und erfolgter Rückkehr, stellt man allerdings fest, dass der Kajak zu allem Überfluss auch noch Luft verliert! Ich zücke erneut unseren Kompressor und pumpe das Boot so hart auf, wie es nur irgend geht. Und während sich sein Sohn Michael also erneut auf den Weg zur Insel macht, frage ich Steve, ob er keine Sorge habe, dass sie mit dem wackligen Böötchen mitten auf dem See untergehen könnten. Aber er winkt nur lachend ab: &#8222;It is just water after all!&#8220;. Nungut, so kann man das natürlich auch sehen.</p>



<p>Und in der Tat, letztendlich gelingt der mehrfache Transfer und ganz zum Schluss wird auch Steve zur Insel geschippert. Ich rufe noch scherzhaft hinterher, ob wir im Notfall 911 anrufen müssen, und so wir erfahren, dass der offizielle Notruf in Schottland stattdessen 999 lautet &#8211; wieder etwas Nützliches gelernt!</p>



<p>Die Nacht ist dann sehr stürmisch und teilweise auch regnerisch. Unser Zelt wird zum ersten Mal so richtig getestet, hält aber glücklicherweise Stand. Und auch unsere englischen Freunde auf der Insel überstehen die Nacht gut (und ohne spukende Geister) in der Burgruine. Am nächsten Morgen kommt Steve schon wieder fröhlich im Gummiboot mit der ersten Ladung Gepäck zurückgepaddelt. Ich frage noch, ob ich ein weiteres Mal mit dem Kompressor aushelfen soll, aber er winkt dankend ab. Offenbar haben sie die Hand-Pumpe mittlerweile in den Griff bekommen. <sup data-fn="4c659587-7911-4182-a5cb-bdfacf1c7305" class="fn"><a href="#4c659587-7911-4182-a5cb-bdfacf1c7305" id="4c659587-7911-4182-a5cb-bdfacf1c7305-link">1</a></sup></p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Loch Ness: Das Ungeheuer ist überall</h3>



<p>Wir verlassen unseren schönen Stellplatz am See und fahren weiter über Inverness zum Loch Ness. Um dieses touristische Highlight führt bei einer Schottland-Tour natürlich kein Weg herum. Es ist wohl das berühmteste Monster der Welt, das in seinen Tiefen sein (weitgehend verborgenes) Unwesen treiben soll.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="436" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/LochNess-1024x436.jpg" alt="Roadtrip England Schottland: Loch Ness
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<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Und ab hier herrscht jetzt überall touristischer Andrang. Von der einsamen Weite der Highlands kommen wir in einen Disneyland-artigen Trubel. Im Dorf Drumnadrochit am Westufer des riesigen und bis zu 230 Meter tiefen Sees gibt es das offizielle Loch Ness-Centre. Dort wird eine große Ausstellung über das sagenumwobene Monster und alle sich darum rankenden Mythen geboten. Oder aber man nimmt gleich an einer sogenannten &#8222;Deepscan Cruise&#8220; teil, also einer Fahrt auf einem mit Sonar ausgestatteten Schiff, um das Ungeheuer ggf. selbst unter Wasser aufzuspüren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://lochness.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4559" style="width:242px;height:242px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-1024x1024.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-300x300.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-150x150.jpg 150w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-768x768.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-1536x1536.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-75x75.jpg 75w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo-480x480.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/loch-ness-logo.jpg 1600w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p>Und tatsächlich hatte es gerade am Vortage unseres Besuchs wieder eine groß angelegte Suchaktion auf dem Loch gegeben. Angeblich war es die größte seit 50 Jahren. An ihr sollen eine Vielzahl von professionellen wie auch Amateur-Nessie-Suchern mit Booten, Drohnen und sogar Unterwasser-Mikrofonen teilgenommen haben. Selbst die deutsche Presse berichtete ausführlich (<a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-08/loch-ness-monster-nessie-schottland?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier ein Link zum Artikel der eigentlich renommierten Zeitung &#8222;Die Zeit&#8220;</a>). Das Sommerloch in der allgemeinen Nachrichtenlage muss wohl sehr groß gewesen sein. Leider ist auch diese Suche ergebnislos geblieben.</p>



<p>Wir entscheiden uns also für die Ausstellung. Sie befindet sich in den Räumen des ehemaligen Drumnadrochit Hotels. Dessen damalige Managerin Aldie Mackay wollte 1933 gesehen haben, wie vor ihr ein &#8222;walartiges&#8220; Tier aus den Tiefen des Sees auftauchte und einige Runden drehte, bevor es wieder verschwand. War es Zufall, dass sie damit einen wahren Run auf den Ort und damit auch ihr eigenes Hotel auslöste?</p>



<p>In eben jenem Hotel bekommen wir eine einstündige ausführliche Multimedia-Präsentation. Sie zieht sich durch mehrere Räume und sagt letztendlich doch nichts anderes aus, als dass man eigentlich niemals einen schlüssigen Beweis für die Existenz des Monsters von Loch Ness gefunden hat. Selbst das ikonische schwarz-weiße und doch sehr unscharfe Foto, das den aufgetauchten Kopf und langen Hals von &#8222;Nessie&#8220; im Wasser zeigen soll, wurde als Fälschung entlarvt. Viel Lärm also um Nichts, aber irgendwie muss man ja den Touristen-Strom am Laufen halten. Und das funktioniert nach wie vor sehr gut. Sämtliche Orte am Ufer des Loch Ness sind völlig überlaufen, auch jetzt noch am Ende der Saison. </p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


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<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-1024x683.jpg" alt="Roadtrip England Schottland: Glenco Valley
" class="wp-image-4492" style="width:565px;height:377px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-1024x683.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-300x200.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-768x512.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-1536x1024.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-2048x1366.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-112x75.jpg 112w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValley01-480x320.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">Glen Nevis</h3>



<p>Wir fahren schnell weiter zum Glen Nevis, einem langgezogenen Tal östlich von Fort William. Es befindet sich am Fuß von Ben Nevis, dem höchsten Berg Schottlands (1345 m). Um ihn zu besteigen, haben wir leider nicht genug Zeit. Aber wir machen stattdessen eine sehr schöne Wanderung zu dem Steall Wasserfall, mit 120 m dem zweithöchsten Wasserfall Schottlands. Auch hier herrscht anfänglich noch einiger Trubel. Das mag auch daran liegen, dass an diesem Wasserfall eine Szene der &#8222;Harry Potter&#8220;-Filme gedreht wurde. Aber je weiter wir gehen, desto weniger anderen Touristen begegnen wir, so dass wir irgendwann auch wieder fast alleine durch eine grandiose Hochlandschaft wandern.</p>



<p>Am Ende des Tages gönnen wir uns dann doch mal wieder eine Übernachtung in einem (sehr komfortablen, aber Dank der Nähe zum Loch Ness völlig überteuerten) Bed and Breakfast. Hetty wünscht sich nach mehreren Nächten im Dachzelt dann doch mal wieder eine heiße Dusche.</p>



<p>Der nächste Morgen überrascht uns mit strahlend blauem Himmel &#8211; das kann es in Schottland also auch geben! Allerdings nicht für lange, dann zieht es zu und der unvermeidliche Regen kommt, während wir unser nächstes Ziel ansteuern, das</p>



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<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4576" style="width:425px;height:567px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-768x1024.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-225x300.jpg 225w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-1152x1536.jpg 1152w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-1536x2048.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-56x75.jpg 56w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-480x640.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Glencoe-Valley-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:768px) 100vw, 768px" /></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Glencoe Valley</h3>



<p>Es ist eine besonders schöne Hochland-Strecke, die da vom Dörfchen Glencoe am Loch Leven gen Osten führt. Allerdings ist sie aus diesem Grunde auch wieder ganz schön überlaufen. Viele der Stopps entlang der Straße durch das Tal kann man gar nicht wahrnehmen. Die meisten Parkplätze sind komplett überfüllt, und man findet mit seinem Auto kaum mehr einen Platz. Wie muss das erst im Hochsommer sein?</p>



<p>Trotzdem finden wir am Signal Rock eine schöne Stelle zum Wandern, von dem aus wir bis zum Loch Achtriochtan laufen. Der Vormittag bleibt erfreulicherweise auch erstmal weitgehend trocken (einzelne kurze Regenschauer zählen in Schottland nicht!). </p>



<p>Anschließend wollen wir noch eine zweite längere Wanderung im Tal machen. Aber dann setzt ein heftiger Dauerregen ein. Gerade als wir uns in Richtung der &#8222;James Bond Skyfall Road&#8220; in Marsch setzen wollen. Diese Straße wird zumindest auf Google Maps jetzt offiziell so bezeichnet, da hier die Dreharbeiten zu dem entsprechenden Kinofilm stattgefunden haben. Aber da jetzt auch noch ein kalter Wind über die Hochebene peitscht und die Regentropfen fast waaegerecht durch die Luft bläst, entschließen wir uns nach einer kurzen Wartezeit im Auto weiter nach Süden zu fahren. Entlang des weit ausgedehnten Lochs Lommond geht es durch das kleine Dörfchen Aberfoyle noch einmal in den nahegelegenen Trossachs-Nationalpark. </p>



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<h3 class="wp-block-heading">Loch Lommond &amp; The Trossachs Nationalpark</h3>



<p>Dort haben wir über die Webseite des Nationalpark-Service einen Stellplatz in der &#8222;Camping-Management-Zone&#8220; gebucht und eine entsprechende Camping-Permit erhalten. Damit sind wir berechtigt, im Nationalpark mit unserem Fahrzeug eine Nacht an einem exakt festgelegten Stellplatz zu übernachten. Das System ist eigentlich ganz gut. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Park von Campern &#8222;überrannt&#8220; wird, gleichzeitig bleibt eine gute Möglichkeit zum Campen in der freien Natur erhalten. (Siehe auch <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-durch-england-und-schottland/">1. Teil unseres Reiseberichts</a>)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="648" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-1024x648.jpg" alt="" class="wp-image-4497" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-1024x648.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-300x190.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-768x486.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-1536x973.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-2048x1297.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-118x75.jpg 118w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/ForestDriveTal-480x304.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Unser Stellplatz liegt am Rande eines wunderschönen Tals mit weitläufiger Aussicht auf die umliegenden Highlands. In der einsetzenden Dämmerung machen wir noch einen kleinen Abendspaziergang am Waldrand mit seinen zahlreichen hellgrünen Farnen und den moosbewachsenen Felsen. Und hier kann ich gut verstehen, dass in dieser Gegend der Glaube an Feen und Trolle früher so weit verbreitet war. </p>


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<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="662" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-662x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4499" style="width:336px;height:520px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-662x1024.jpg 662w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-194x300.jpg 194w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-768x1188.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-993x1536.jpg 993w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-1324x2048.jpg 1324w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-48x75.jpg 48w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-480x742.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/BenXXX-scaled.jpg 1655w" sizes="(max-width:767px) 480px, 662px" /></figure>
</div>


<p>In der nicht weit entfernten Gemeinde Aberfoyle, durch die wir auf dem Weg hierher gefahren sind, lebte im 17. Jahrhundert der Pfarrer Robert Kirk. Er verfasste dort das Standardwerk über Elfen und andere Fabelwesen<em>&#8222;The Secret Commonwealth of Elves, Fauns, and Fairies”</em>. Dieses Buch ist bis heute erhältlich. Und natürlich hatte Robert Kirk zu seinen Lebzeiten auch selbst verschiedentlich Kontakt mit Elfen. Als er 1691 starb, wurde jedenfalls behauptet, er sei von Elfen davongetragen worden. Und seine Seele hause bis heute in einem Baum auf Doon Hill. Und wenn man hier so draußen umherwandert und schließlich auch übernachtet, kann man sich das eigentlich ganz gut vorstellen.</p>



<p>Da das Wetter wieder aufgeklart hat, stelle ich mir für den folgenden Morgen den Wecker auf 5:30 Uhr in der Hoffnung auf einen schönen Sonnenaufgang im Tal. Und in der Tat, es klappt! Morgens ist der Himmel immer noch nur leicht bewölkt. Wir erleben und filmen einen wahrhaft zauberhaften Sonnenaufgang, der dem &#8222;Reich der Elven, Faunen und Feen&#8220; würdig ist!</p>



<p>Danach brechen wir unser Lager ab und unternehmen noch eine Wanderung zum nahegelegenen Ben A&#8217;an. Sein gleichmäßig geformter pyramidenhafter Gipfel erinnert ein wenig an das Matterhorn. Auch wenn er mit seinen 461 m Höhe eigentlich eher ein Hügel ist. Von der höchsten Stelle aus haben wir eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Seen Loch Katrine und Loch Achray. Und immer noch scheint die Sonne, welch ein Wunder! </p>



<p>Da wir wegen des Sonnenaufgangs sehr früh auf den Beinen waren, haben wir den Gipfel auch erstmal für uns alleine. Erst auf dem Rückweg kommen uns auch andere Wanderer entgegen. Und dann müssen wir Schottland auch schon wieder den Rücken kehren. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Süden, in Richtung der Fähre nach Holland.</p>



<div style="height:9px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Yorkshire Dales Nationalpark</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="868" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-868x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4516" style="width:330px;height:390px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-868x1024.jpg 868w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-254x300.jpg 254w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-768x906.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-1302x1536.jpg 1302w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-1736x2048.jpg 1736w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-64x75.jpg 64w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/AirbnbStainforth-480x566.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:868px) 100vw, 868px" /></figure>
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<p>Allerdings nehmen wir uns auch für diese Strecke wieder etwas Zeit und machen noch einen Abstecher in den Yorkshire Dales Nationalpark. Hetty hat für uns in einem kleinen Dorf Stainforth am Rande des Nationalparks wieder ein gemütliches Airbnb gebucht. </p>



<p>Das ganze Dorf besteht noch durchgehend aus Häusern in der traditionellen Sandsteinbauweise.Zum Teil sind sie sogar noch mit Schindeln aus Stein eingedeckt. Und viele der Häuser tragen statt einer Straßen-Anschrift einen Eigennamen. Das kleine Anwesen, auf dem wir übernachten, wurde von unserer Vermieterin Jenny &#8222;Ingle-Byre&#8220; getauft. Wie sie uns erzählt, ist das mit den Namen durchaus auch heute noch Gang und Gäbe. Und diese werden dann auch offiziell im Gemeindeamt registriert und eingetragen. </p>



<p>Bei unserer Ankunft begrüßt uns der (fast schon obligatorische) Bordercollie laut bellend an der Eingangstür. In diesem Fall ist es allerdings ein fertig ausgebildeter Rettungshund. Mit ihm spürt unser Vermieter Andy als Teil der lokalen &#8222;Mountain Rescue&#8220;-Truppe verunglückte Bergwanderer auf, wie er uns später erzählt.</p>



<p>Am nächsten Vormittag machen wir uns daher also mit einem sehr sicheren Gefühl auf zu einer 4-stündige Wanderung auf den Pen-y-ghent, einen der drei Berggipfel (oder eher &#8222;Hügel-Gipfel) in der unmittelbaren Umgebung. Wenn man möchte, kann man sich auch der &#8222;Yorkshire 3 Peaks Challenge&#8220; stellen und alle drei Gipfel auf einmal abwandern. Dann ist man allerdings knapp 40 km unterwegs. Wir belassen es lieber bei dem einen Gipfel.</p>


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<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="657" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-1024x657.jpg" alt="Roadtrip England Schottland: Yorkshire Dales Nationalpark
" class="wp-image-4501" style="width:540px;height:346px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-1024x657.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-300x193.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-768x493.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-1536x986.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-2048x1314.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-117x75.jpg 117w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/3peaks-480x308.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Die Wanderung ist insgesamt sehr entspannt. Uns umgibt nun wieder eine ganz andere Landschaft als das schottische Hochland. Jetzt ist es die typische englische Countryside mit ausgedehnten Feldern, allesamt von kunstvoll aufgeschichteten Trocken-Steinmauern in Parzellen unterteilt. Die Steigungen sind moderat, nur kurz vor dem Gipfel sind einige felsige Stellen mit etwas Klettern verbunden.</p>



<p>Zum Teil führt der Weg auch über Felder, an deren Toren Hinweise stehen wie &#8222;Bulls on field&#8220; oder &#8222;Cows with calfs can be aggressive&#8220;. Und obwohl die Fußwege offiziell über diese Wiesen führen, hat man dann beim Überqueren doch irgendwie ein komisches Gefühl!</p>



<p>Auf dem Rückweg in unser Dorf folgen wir einem kleinen unscheinbaren Schild am Straßenrand &#8222;Tea room left&#8220; und stoßen völlig unvermutet bei einem Bauernhof auf einen ganz reizenden Teegarten, in dem wir auf einer idyllischen Terasse Cappuccino und Scones genießen. </p>



<p>Irgendwann erscheint auch die Besitzerin und wir kommen in ein Gespräch. Die sympathische hochgewachsene Frau erzählt, dass sie und ihr Mann in den 80er Jahren für die britische Royal Air Force in Berlin gearbeitet haben und zum Zeitpunkt des Mauerfalls dort waren. Wir tauschen unsere Erfahrungen zu diesem historischen Moment aus (ich war damals als Funker bei der westdeutschen Marine). Und als sie mit sie mit der Rechnung kommt, stellt sie ein großes gerahmtes Foto auf unserem Tisch ab. Die leicht vergilbte Luftaufnahme zeigt das Brandenburger Tor und die davor verlaufende Mauer, auf der eine lange Reihe von NVA-Soldaten Aufstellung genommen haben. Im Vordergrund dazu ein Helikopter der Royal Air Force. Offenbar wurde das Foto am 11. 11. 1989 aus einem zweiten Helikopter geschossen, als die NVA nochmal kurzfristig die Mauer von den feiernden Menschen geräumt hatte, bevor es dann zum endgültigen Mauerfall kam. Was für eine Überraschung, hier inmitten Englands plötzlich an diese Zeit im damals noch geteilten Deutschland erinnert zu werden!</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Abschied vom Vereinigten Königreich</h3>



<p>Der folgende Tag markiert dann bereits das Ende unserer Reise. Wir machen uns auf dem Weg in Richtung Harwich zum Hafen der Auto-Fähre. Unterwegs mchen wir einen kurzen Stopp an einem kleinen See, aber wegen einiger Staus auf der Autobahn A1 bleibt nicht viel Zeit. Am frühen Abend kommen wir in unserem Bed and Breakfast an, in dem wir ein sehr gemütliches Zimmer mit Blick aufs Meer reserviert haben. Ein kurzer Abendspaziergang durch Harwich, und dann war es das auch schon für dieses Mal.</p>



<p>Am nächsten Morgen lassen wir Großbrittannien hinter uns und kehren zurück auf das europäische Festland. Bei der Abfahrt von der Fähre überlasse ich jetzt Hetty das Steuer. Ich bin gerade so gewöhnt an den englischen Linksverkehr, da will ich nicht noch auf den letzten Kilometern zum &#8222;Geisterfahrer&#8220; werden&#8230; <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-cyan-bluish-gray-background-color has-background" style="grid-template-columns:25% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="747" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4385 size-full" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg 747w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-219x300.jpg 219w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-768x1053.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-55x75.jpg 55w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-480x658.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil.jpg 852w" sizes="(max-width:767px) 480px, 747px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-uagb-inline-notice uagb-inline_notice__align-left uagb-block-a4257fe6"><button class="uagb-notice-close-button" type="button" aria-label="Close"></button><h4 class="uagb-notice-title">Hettys perspektief:</h4><div class="uagb-notice-text">
<p><strong>Daktent en Midges en zware concurrentie!</strong><br><br>Eindelijk heb ik dan ook in de daktent geslapen. Na 3 nachten in gezellige oude Engelse cottages slapen gingen we de vierde nacht op een camping staan. Wild kamperen was daar bijna onmogelijk, het gebied zat vol met touristen en in de nationale parken kon je alleen met een speciale permit staan en die moest je online aanvragen. Maar we vonden toch een leuke camping en hadden een geweldig plekje aan de bos/berg=rand. Het slapen in de daktent viel me ontzettend mee, je hebt een aardig zacht matras (natuurlijk niet zo heerlijk als thuis) maar in ieder geval veel beter dan de matjes, die we al vele jaren gebruiken (en die meestal lek zijn, zodat de s&#8217;ochtend op de grond wakker wordt). Het hielp ook dat we onze dekbedden bij ons hadden, wat lekker warm was en ik had nog een extra dekentje meegenomen voor de kou. Hier hebben we nog een nacht gestaan, omdat we de volgende dag Bas moesten wegbrengen naar Saint Andrews.<br><br>Wildkamperen, ik was erg benieuwd. Hartwig had ergens een plek gevonden aan een meer in het noorden van Schotland, het was er echt prachtig. Je moet op tijd zijn, er zijn veel „wildkampeer kapers“ op weg, dus tussen 16.00 en 17.00 moet je echt je plek gaan zoeken. We hadden uitzicht op een prachtige kasteel ruine, midden in het meer. Het was behoorlijk fris, dus af en toe maakten we wandeltjes, maar we genoten van het uitzicht en de omgeving. We hebben die avond nog vreselijk zitten lachen om 3 Engelsen, die met een wel heel simpel opblaaasbootje naar het eiland wilden varen om daar te overnachten, met behulp van de pomp van Hartwig is het ze dan gelukt. Het was een heel geestig schouwspel, gelukkig konden ze er zelf ook om lachen.<br><br>Midden in het opblazen van hun bootje ineens een wolk Midges! Ik was voorbereid, rende naar de auto, haalde mijn gezichtsnet te voorschijn, mijn antimidget creme, begon me wild in te smeren, wat nog niet makkelijk was met dat net voor je gezicht, waardoor je weinig ziet. Het is een erg vervelend gevoel, ze zitten ineens overal, ook in je haar en ze komen in wolken. Op de foto zie je me zitten in vol ornaat. Na 2 minuten zei Hartwig, ik geloof dat ze alweer weg zijn. Ik keek voorzichtig onder mijn netje vandaan en inderdaad ze waren er niet meer. Er was behoorlijk wat wind, dus misschien dat ze daarom vertrokken waren. S&#8217;nachts hebben we behoorlijk storm gehad, maar de tent bleef staan. Er was wel veel geflapper, maar we hebben verder prima geslapen. Ook in een natuurpark hadden we even midges maar voordat ik mijn net over mijn gezicht kon trekken en me in kon smeren waren ze al weer verdwenen. Netje en creme dan maar de volgende keer weer meenemen, we gaan vast Bas weer eens bezoeken, het is een prachtig land!<br><br>En over Bas gesproken, dat is mijn zware concurrent wat betreft het kamperen met de Defender/Hartwig. Want hoe vaak ik niet gehoord heb, Bas doet dat beter, Bas vindt dat niet erg, Bas kookt beter, hier een paar voorbeelden:<br>1. Ik kook gezond met veel groente, Bas bakt spekjes met uien over elke maaltijd, ik dus niet&#8230;<br>2. Om de warmte in de tent te houden, het was vaak behoorlijk fris, deed ik de hele binnentent dicht, Bas niet, nee, dan kon je leuk naar buiten kijken en de sterren zien&#8230;.<br>3. Ik bemoei me natuurlijk met de weg, de camping, de plek, Bas niet, die is met alles tevreden&#8230;<br>4. Bas hoeft geen netje op zijn hoofd, want die heeft geen last van midges&#8230;.<br>5 Met Bas hoeft Hartwig niet steeds te wandelen en te bewegen&#8230;<br><br>Ja, jullie begrijpen ik had het niet makkelijk, gelukkig had ik ook iets positiefs, ik slaap niet uren uit in de ochtend&#8230;. maar dat was dan ook het enige.</p>
</div></div>
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<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignright is-resized"><img decoding="async" width="785" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-785x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4513" style="width:215px;height:280px" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-785x1024.jpg 785w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-230x300.jpg 230w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-768x1002.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-1177x1536.jpg 1177w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-1569x2048.jpg 1569w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-57x75.jpg 57w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-480x626.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/HettyNetz-scaled.jpg 1961w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:785px) 100vw, 785px" /></figure>
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<div class="wp-block-uagb-blockquote uagb-block-05dfa82c uagb-blockquote__skin-border uagb-blockquote__stack-img-none"><blockquote class="uagb-blockquote"><div class="uagb-blockquote__content"><em>Hinweis: Liebe Dachzeltfreunde! Ich konnte es mir nicht so recht vorstellen, und es wurde von den Mitarbeitern in den Touristen-Infos bzw. Visitor-Centern vor Ort auch nicht deutlich kommuniziert. Aber offenbar wird behördlicherseits zwischen Wohnmobilen und Autos mit Dachzelt unterschieden, was die Regularien rund ums Übernachten im Freien betrifft. Es lohnt sich daher, sich vorher nach den aktuell gültigen Bestimmungen zu erkundigen</em>!</div><footer><div class="uagb-blockquote__author-wrap uagb-blockquote__author-at-left"></div></footer></blockquote></div>



<div style="height:27px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<section class="wp-block-uagb-columns uagb-columns__wrap uagb-columns__background-none uagb-columns__stack-mobile uagb-columns__valign- uagb-columns__gap-10 align uagb-block-7610b24d uagb-columns__columns-2 uagb-columns__max_width-theme"><div class="uagb-columns__overlay"></div><div class="uagb-columns__inner-wrap uagb-columns__columns-2">
<div class="wp-block-uagb-column uagb-column__wrap uagb-column__background-undefined uagb-block-1c787e71"><div class="uagb-column__overlay"></div>
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-image-fill-element" style="grid-template-columns:55% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-schottland-england/"><img decoding="async" width="1024" height="639" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1024x639.jpg" alt="Fotogalerie Schottland England" class="wp-image-4742 size-full" style="object-position:16% 68%" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1024x639.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-300x187.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-768x479.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-1536x959.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-2048x1279.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-120x75.jpg 120w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/GlencoeValleyWasserfall-480x300.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><em>Eine Galerie mit den schönsten Fotos</em> <em>von unserer Reise findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-schottland-england/">hier</a>!</em></p>
</div></div>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-image-fill-element" style="grid-template-columns:55% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://halbzeitpause.blog/video-roadtrip-england-schottland/"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4710 size-full" style="object-position:0% 49%" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1024x768.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-300x225.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-768x576.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-1536x1152.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-2048x1536.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-100x75.jpg 100w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-960x720.jpg 960w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/DrohneSee-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><em>Und ein Video mit Aufnahmen von den spannendsten Teilen der Reise findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/video-roadtrip-england-schottland/">hier!</a></em></p>
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</div></section>
<p>Views: 626</p><p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/roadtrip-england-schottland-teil-2/">Von Monstern und Mythen &#8211; unterwegs in Schottland und England</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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		<title>Western Australia: ein Roadtrip durch&#8217;s Outback</title>
		<link>https://halbzeitpause.blog/western-australia-ein-roadtrip-durchs-outback/</link>
					<comments>https://halbzeitpause.blog/western-australia-ein-roadtrip-durchs-outback/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hartwig van der Neut]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2025 09:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Outback]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbzeitpause.blog/?p=6839</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Tour im Geländewagen über die Great Central Road von Ayers Rock im roten Zentrum zum Karajini Nationalpark im Nordwesten Australiens</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/western-australia-ein-roadtrip-durchs-outback/">Western Australia: ein Roadtrip durch&#8217;s Outback</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Ab ungefähr 70 Kilometer pro Stunde geht das Rütteln des Geländewagens langsam in ein gnädigeres Vibrieren über. Das ist eigentlich die einzige Methode, mit der man die sogenannten Wellblech-Pisten einigermaßen erträglich meistern kann. Ist nur nicht ganz ungefährlich, wenn man nicht aufpasst und plötzlich mit 80 Sachen in ein Schlagloch brettert. Aber die Alternative, nämlich die Täler und Gipfel des Wellblechs mit 40 &#8211; 50 km/h abzuruckeln, treibt einen irgendwann in den Wahnsinn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">The Great Central Road: 1000 Kilometer Einsamkeit</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="689" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-1024x689.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6888" style="width:454px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-1024x689.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-300x202.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-768x517.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-1536x1034.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-2048x1378.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-111x75.jpg 111w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062859-1-480x323.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Man hatte uns vor angeblich unendlich langen &#8222;currogations&#8220; auf der Great Central Road gewarnt. Und ich war mir nicht sicher, ob es eine gute Idee war, die gut 1100 Kilometer lange und überwiegend ungeteerte Outback-Piste von Yulara nach Laverton in Westaustralien mit dem Auto zurücklegen zu wollen. Ich hatte mir etwas romantisiert vorgestellt, auf diese Weise würde man die Größe des Kontinents, seine Weite und Leere erst so richtig erfahren. Es könnte ein vielleicht sogar meditatives Erlebnis sein. Oder aber es würde einfach nur sehr, sehr langweilig werden…</p>



<p>Wie auch immer, ich bin ja der Meinung, man ärgert sich später nur über die Dinge, die man <em>nicht</em> getan hat! Also machten wir uns auf den Weg. Von Yulara Richtung Westen mit einem kurzen <a href="https://halbzeitpause.blog/alice-springs-ayers-rock-olgas/">Stopp bei den Olgas/Kata Tjuta</a>. Allerdings führte die Strecke nicht nur durch sehr einsame sondern auch durch von Aborigines verwaltete Landstriche. Und für jedes dieser Gebiete benötigte man eine Durchfahrtgenehmigung der örtlichen Community. Diese sind vorab online zu beantragen und eigentlich eher eine Formalie. Aber sie zeigen eben auch das hoheitliche Recht der &#8222;traditional landowners&#8220;, darüber zu bestimmen, wer über ihr Land fahren darf und wer nicht.</p>



<p>Entgegen den Warnungen empfanden wir den Zustand der Piste überwiegend als erstaunlich gut. Klar, es gab sehr viel &#8222;Gravel Road&#8220;, Wellblech und einige tiefere Sandpassagen. Und zu Beginn mussten wir aufgrund der Regenfälle der letzten Tage mit einige Wasserflächen auf der Piste klarkommen. Aber im Grunde genommen war alles gut zu bewältigen &#8211; jedenfalls, wenn man mit einem robusten Allradfahrzeug unterwegs war. Und ab und zu gab es auch mal einige kürzere Asphalt-Abschnitte. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="464" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-1024x464.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6878" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-1024x464.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-300x136.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-768x348.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-1536x696.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-150x68.jpg 150w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545-480x218.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061545.jpg 1782w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hetty am Steuer</figcaption></figure>



<div style="height:13px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="581" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-1024x581.jpg" alt="" class="wp-image-6866" style="width:367px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-1024x581.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-300x170.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-768x436.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-1536x871.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-2048x1162.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-132x75.jpg 132w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_050923-480x272.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Und natürlich war es einsam. Touristische Sehenswürdigkeiten? Fehlanzeige! Um uns herum nichts als endloser Busch. Pro Tag begegneten wir nur einer Handvoll anderer Autos. Jedenfalls fahrenden. Autowracks sahen wir am Straßenrand nämlich zu Dutzenden, wenn nicht Hunderten: verrostet, umgestürzt, ausgebrannt. Wenn man so will, fuhren wir durch eine Art sehr langgestreckten Outback-Autofriedhof.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="591" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-1024x591.jpg" alt="" class="wp-image-6864" style="width:378px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-1024x591.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-300x173.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-768x443.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-1536x886.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-2048x1181.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-130x75.jpg 130w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251101_125739-480x277.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Und dazwischen trafen wir häufig Wildpferde und Kamele an, zwei weitere invasive Tierarten, die eigentlich nichts in Australien zu suchen haben und das sensible Gleichgewicht des Ökosystems gefährden. Immerhin scheinen sich die Kamele im Outback so gut zu entwickeln, dass sie als besonders leistungsstarke Tiere gelten. Eingefangen und in die arabischen Emirate verkauft, sollen sie astronomisch hohe Preise erzielen. Dazu entdeckten wir am endlosen Horizont mehrere riesige Rauchsäulen. Offenbar hatten die Gewitter der letzten Tage Buschfeuer entfacht. Sie blieben allerdings weit entfernt und bildeten keine Gefahr für uns.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="482" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-1024x482.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6880" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-1024x482.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-300x141.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-768x362.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-1536x723.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-2048x964.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-150x71.jpg 150w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061806-480x226.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:14px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Die Versorgung der Reisenden auf der Great Central Road wird durch drei Roadhouses gewährleistet. Die Stationen verfügen allesamt über eine Tankstelle, einen kleinen Laden und einfache Unterkünfte + Campingplatz. Die Atmosphäre dieser einsam gelegenen Versorgungsstationen liegt irgendwo zwischen wildem Westen und afrikanischem Busch. Die Zapfsäulen an der staubigen Piste sind in abgeschlossene Metallkäfige eingebaut, um Diebstahl zu verhindern. Die Unterkünfte verstecken sich in der Regel hinter hohen Zäunen oder Mauern mit aufgerolltem Stacheldraht. Und wenn man eines dieser Roadhouses betritt, schlägt einem eigentlich immer der Geruch von kaltem Frittierfett entgegen. Trucker scheinen sich im australischen Outback in erster Linie von alten Pommes und Chicken Wings zu ernähren.</p>



<p>Wir nutzten sie lediglich zum Tanken und übernachteten lieber draußen im Busch. Freies Campen ist in Australien verboten, aber selbst dort draußen im Outback gibt es immer noch genug offiziell angelegte Stellplätze, auf denen man stehen kann und die vielfach sogar landschaftlich sehr schön gelegen sind!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="893" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-1024x893.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6882" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-1024x893.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-300x262.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-768x670.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-1536x1339.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-2048x1786.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-86x75.jpg 86w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_061956-480x419.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:16px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Unterwegs mussten wir allerdings feststellen, dass irgendetwas mit der Bordelektrik unseres Geländewagens nicht stimmte. Zuerst hatte der Kühlschrank im Wagenheck seine Arbeit eingestellt. Und dann schien auch die Zweit-Batterie nicht mehr richtig zu laden. Letzteres machte mir noch mehr Sorgen als das Wegfallen der Kühlmöglichkeit für unsere Lebensmittel. War doch die Wasserpumpe, mit der wir an unser Frischwasser aus dem 40 Liter &#8211; Tank kamen, von der Batterie abhängig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leonora &#8211; ein echter Geheimtipp</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="616" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-1024x616.jpg" alt="" class="wp-image-6870" style="width:410px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-1024x616.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-300x180.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-768x462.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-1536x924.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-2048x1232.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-125x75.jpg 125w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_052235-480x289.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Als ich bei einem Roadhouse Mobilfunkempfang hatte, telefonierte ich mit der Mietwagenfirma. Ein Mitarbeiter machte uns einen Termin in einer Werkstatt in Leonora, einer kleinen Ortschaft am Ende der Great Central Road. Von dort aus würden wir weiter nach Norden fahren, wo uns hunderte weitere Kilometer im Outback erwarten würden. Ohne funktionierende Wasserversorgung wollte ich auf keinen Fall diese Strecke angehen. </p>



<p>In Leonora angekommen suchten wir die uns genannte Werkstatt auf: &#8222;Gav&#8217;s Auto Mechanical and Electrical&#8220;. Hinter Maschendrahtzaun fanden wir eine kleine schmucklose Blechhalle umgeben von zahlreichen Autowracks und -teilen. Es wirkte eigentlich mehr wie ein Autofriedhof als eine Werkstatt. Aber der Mechaniker Gav selber, ein ergrauter Mittfünfziger, war die Freundlichkeit in Person und eilte uns umgehend zu Hilfe. Nachdem wir unser Problem geschildert hatten, fand er quasi umgehend heraus, dass die Zuleitungen zur 2. Autobatterie äußerst lose saßen, was die Probleme beim Aufladen erklärte. Zu unserer großen Erleichertung war dieses Problem in wenigen Minuten gelöst.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="585" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-1024x585.jpg" alt="" class="wp-image-6885" style="width:387px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-1024x585.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-300x171.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-768x439.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-1536x878.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-131x75.jpg 131w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549-480x274.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_062549.jpg 2048w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Gleichzeitig entdeckten wir allerdings, dass in einem unserer Hinterräder eine spitze Schraube steckte. Glücklicherweise befand sich schräg gegenüber auch noch eine Reifenreparaturwerkstatt, die wir gleich als Nächstes aufsuchten. Wir ließen den Wagen zur Reparatur da und machten erstmal einige Einkäufe im örtlichen Supermarkt. Dort gab es auch fast alles außer frischem Brot. Auf Nachfrage erklärte uns der junge Mann an der Kasse, es habe in Perth in der Großbäckerei gebrannt und seitdem sei quasi ganz Western Australia von der Brotversorgung abgeschnitten. Aber morgen solle (hoffentlich) wieder eine Lieferung in Leonora ankommen. Nungut, also erstmal kein frisches Brot.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="604" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-604x1024.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6890" style="width:380px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-604x1024.jpg 604w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-177x300.jpg 177w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-768x1303.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-906x1536.jpg 906w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-1207x2048.jpg 1207w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-44x75.jpg 44w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-480x814.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_063801-scaled.jpg 1509w" sizes="(max-width:767px) 480px, 604px" /></figure>
</div>


<p>Um die Werkstattzeit zu überbrücken, sahen wir uns die unmittelbar vor den Toren Leonoras angesiedelte Gwalia-Ghosttown an. Zwei Australier, die wir auf einem unserer Bushcamps getroffen hatten, hatten uns von der Geisterstadt erzählt. In keinem unserer Reiseführer hatten wir darüber etwas gefunden, waren aber doch neugierig geworden. </p>



<p>1896 wurde an dieser Stelle Gold gefunden und ein Bergwerk zum Goldabbau errichtet. Einer der ersten Manager der Mine war der spätere US-Präsident Herbert Hoover. Für die Minenarbeiter wurde eine Siedlung überwiegend aus Wellblechhütten errichtet, die heute noch als verlassene Geisterstadt existiert. Man kann viele der Häuser besichtigen und die Einrichtung ist teilweise auch noch vorhanden. Wir fühlten uns sehr an die Geisterstadt Kolmannskuppe in Namibia erinnert. Gerade wenn man gerne fotografiert und ein Faible für &#8222;Lost places&#8220; hat, ist sie absolut empfehlenswert und bietet eine Unmenge an Motiven. Wir konnten uns jedenfalls kaum losreißen!</p>



<p>Direkt neben der Geisterstadt wird in der Mine immer noch Gold abgebaut. Es handelt sich heute um die tiefste Untertage-Goldmine Australiens. Das heißt, dass dort LKWs bis in eine Tiefe von 2,9 Kilometern hinunter in Schächte fahren und das Gestein nach oben transportieren. Die Goldvorkommen sind so groß, dass dieses aufwändige Verfahren trotzdem lohnenswert ist. Vom Museum der Geisterstadt aus hat man einen beeindruckenden Blick hinunter zum Grubeneingang.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="625" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-1024x625.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6892" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-1024x625.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-300x183.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-768x468.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-1536x937.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-2048x1249.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-123x75.jpg 123w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064033-480x293.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:13px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="547" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-1024x547.jpg" alt="" class="wp-image-6893" style="width:447px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-1024x547.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-300x160.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-768x410.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-1536x821.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-2048x1095.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-140x75.jpg 140w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064438-480x257.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p>Überhaupt ist das Outback in Westaustralien sehr stark vom Minenbetrieb geprägt. Immer wieder kamen wir in den folgenden Tagen an Minen vorbei. Hier werden unter anderem Gold, Eisen, Nickel, Kupfer und Zink abgebaut. Versorgt werden die Minen einerseits durch einige wenige  Eisenbahnlinien und zum anderen vor allem durch zahllose Roadtrains, denen wir immer wieder begegneten. Diese typisch australischen Trucks bestehen aus einer Zugmaschine mit bis zu vier Anhängern und kommen im Extremfall auf eine Länge von bis zu 60 Metern. Roadtrains stoppen nicht, wenn ein Tier auf der Piste steht. Denn dann würden die vielen Anhänger gefährlich ins Schlingern kommen. Das Risiko gehen die Fahrer nicht ein. Dafür haben sie große, bis zu 1 Tonne schwere Schutzgitter vor ihrem Kühlergrill, die nicht umsonst Bullenfänger (&#8222;Bullbar&#8220;) heißen.</p>



<p>In der Reifenwerkstatt stellte sich heraus, dass wir Glück gehabt hatten: die Schraube war im dicken Profil der Geländereifen stecken geblieben und hatte kein tiefergehendes Loch gemacht. So konnten wir mit dem Reifen weiterfahren. Wir setzten unsere Reise auf dem Gold Highway nach Norden fort. Und je weiter wir nach Norden kamen, umso heißer wurde es. Der Sommer stand bevor und mit ihm im nördlichen Australien die heiße und regenreiche Jahreszeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meekatharra &#8211; das Ende der Welt</h2>



<p>In dem kleinen 700 Seelen-Dorf Meekatharra legten wir einen kurzen Planungsstopp ein. Wir mussten uns entscheiden, wie wir die Reise fortsetzen: wieviel Zeit können wir in der Hitze im Norden verbringen? Welche Nationalparks wollen wir noch besuchen? Wann wird es so unerträglich heiß, dass es besser ist, in den Süden Westaustraliens auszuweichen?</p>



<p>Im Dorfzentrum suchten wir als erstes Mal ein Café. An der Hauptstraße fanden wir keines. Aber es gab eine Touristeninformation. Also fragten wir dort nach. Ein sehr junger und etwas hilflos wirkender Mitarbeiter zuckte nur entschuldigend mit den Schultern. Hier gäbe es kein Café, die seien alle schon seit Jahren geschlossen. Aber an der Tankstelle am Ortsausgang könne man einen Kaffee bekommen… Als wir uns nach weiteren Informationen für unsere Reiseplanung erkundigten, holte er seine Chefin aus ihrem Büro dazu. Wir brachten zuerst unsere Sorge über die bereits jetzt herrschende Hitze zum Ausdruck, was sie kurz und trocken mit der Bemerkung quittierte: &#8222;<em>Well, for us this is cool. It&#8217;s actuall cold today.&#8220; </em>Okaaay. Wir referierten unsere Überlegungen zu unserer weiteren Reiseroute gen Norden mit möglichen Stopps, die sie entweder mit &#8222;<em>very hot and dusty</em>&#8220; (Mount Augustus Nationalpark) oder &#8222;<em>never heard of it&#8220; </em>(Collier Range Nationalpark) kommentierte. Ich versuchte, die Situation mit einer kleinen scherzhaften Bemerkung aufzulockern, indem ich vermeintlich aufmunternd zu ihr sagte: &#8222;<em>But you do know that you are supposed to sell your region to tourists here, right?&#8220;</em> Was sie mit reichlich desillusioniertem Unterton seufzend quittierte: &#8222;<em>How can I sell anything if there is nothing?&#8220;</em> So kamen wir nicht weiter. Immerhin meinte sie, der Karijini Nationalpark sei &#8222;<em>lovely</em>&#8220; und &#8222;<em>you can swim there</em>&#8222;. Okay, mehr war offenbar nicht zu wollen.</p>


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<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="573" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-1024x573.jpg" alt="" class="wp-image-6868" style="width:328px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-1024x573.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-300x168.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-768x430.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-1536x860.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-2048x1147.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-134x75.jpg 134w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_051803-480x269.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p>Als wir die Touristeninformation verließen, fanden wir draußen auf der Hauptstraße immerhin eine öffentliche Toilette. Und nicht etwa irgendeine! Nein, ein extra aufgestelltes Schild wies ganz offiziell darauf hin, dass sie im Jahre 2017 als &#8222;best public toilet&#8220; ausgezeichnet wurde. Als mir klar wurde, dass wir offenbar schon vor dem touristischen Höhepunkt von Meekatharra standen, tat mir die Chefin der Touristinfo noch mal mehr leid. Und ich dachte bei mir: wann immer ich einen schlechten Tag haben sollte, würde ich zukunftig an sie denken und welch traurigen Job sie jeden Tag erledigen müsste.</p>



<p>(Nebenbemerkung: Für die, die es interessiert: Leider hielt die Toilette in Meekatharra nicht, was das Schild versprach: es war nur das Damenklo geöffnet und dort war es trotz eifriger und langanhaltender Bemühungen unmöglich, aus dem Schlitz des Klorollen-Metallkastens das Klopapier herauszufriemeln…) <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<p>Wir verließen diesen Ort, der so trostlos war, dass es schon wieder malerisch wirkte. Gut drei Kilometer außerhalb gab es immerhin einige sehr schöne Stellplätze im Busch in der Nähe einiger Felsen, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karijini Nationalpark: Paradise found (and it&#8217;s hot!)</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="597" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-1024x597.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6897" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-1024x597.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-300x175.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-768x448.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-1536x896.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-2048x1195.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-129x75.jpg 129w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_065237-480x280.jpg 480w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Trotz der Bedenken bezüglich der Hitze setzten wir unsere Fahrt in den Norden zum Karijini Nationalpark fort. Und je weiter wir kamen, desto heißer wurde es. Bei unserer Ankunft riss das Thermometer die 40 Grad Marke. Wir erkundigten uns im Nationalpark Center nach möglichen einfachen Wanderungen und wurden von einer jungen Rangerin an die Dales Gorge verwiesen, in der man auch baden könne. Aber als wir auch nur die 800 Meter am oberen Schluchtenrand in der prallen Sonne entlang wanderten, bekam Hetty aufgrund der Hitze bereits mit ernsthaften Kreislaufproblemen zu tun und wir brachen unsere Wanderversuche für diesen Tag ab.</p>



<p>Wir schlugen unser Lager im &#8222;Karijini Eco Retreat&#8220; auf, wo wir einen sehr schönen Stellplatz mit Sicht auf den Busch mit gelbem Spinifexgras, schneeweißen Eukalyptusbäumen und rotbraunen Termitenhügeln bekamen. Das Retreat machte groß damit Werbung, dass es zu 100 % in Besitz und geführt von der lokalen Aborigine-Gemeinde sei. Wir sahen allerdings lediglich weißes Personal vor Ort.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="608" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-608x1024.jpg" alt="Western Australia Outback Roadtrip" class="wp-image-6895" style="width:413px;height:auto" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-608x1024.jpg 608w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-178x300.jpg 178w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-768x1294.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-911x1536.jpg 911w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-1215x2048.jpg 1215w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-45x75.jpg 45w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-480x809.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/11/20251103_064748-scaled.jpg 1519w" sizes="(max-width:767px) 480px, 608px" /></figure>
</div>


<p>Am nächsten Morgen in aller Frühe kurz nach Sonnenaufgang, bevor die Hitze des Tages zuschlagen konnte, machten wir einen zweiten Versuch bei der Dales Gorge. Diesmal parkten wir dichter beim Abstieg hinunter in die Schlucht: und dort war es dann wirklich wunderschön: wir spazierten an einem Wasserfall vorbei zu einem Wasserloch, das man sich kaum paradiesischer vorstellen kann: </p>



<p>Ein fast kreisrunder Pool mit grünblauem Wasser, an dessen gegenüberliegender Seite ein Wasserfall herunterstürzte. Dazu auf den Bäumen über uns weiße Kakadus und ganze Schwärme von Flughunden und als wir ankamen, landete ein Kormoran neben uns auf einem ins Wasser ragenden Baumstamm und breitete seine Flügel zum Trocknen aus &#8211; Idylle pur. Wir beschlossen in unserer vollen Kleidung schwimmen zu gehen. Dies hatte uns eine Mitarbeiterin des Retreats geraten. Die nasse Kleidung würde uns dann anschließend kühlen, wenn wir uns wieder an den Aufstieg machen würden. Und das Bad war dann wirklich ebenso erfrischend wie märchenhaft schön. Und es ließ augenblicklich alle (oder zumindest fast alle) Mühen vergessen, die es gekostet hatte, um hierhin zu kommen.</p>



<p>Am Ende waren es gut 2200 Kilometer, die wir auf Outbackpisten zurückgelegt hatten. Und war es langweilig? Nein, rauh, wild und beeindruckend, aber langweilig war es ganz sicher nicht!</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top has-cyan-bluish-gray-background-color has-background" style="grid-template-columns:25% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="747" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4385 size-full" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-747x1024.jpg 747w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-219x300.jpg 219w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-768x1053.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-55x75.jpg 55w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil-480x658.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/09/Hetty-Profil.jpg 852w" sizes="(max-width:767px) 480px, 747px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-uagb-inline-notice uagb-inline_notice__align-left uagb-block-a5c68fb6"><button class="uagb-notice-close-button" type="button" aria-label="Close"></button><h4 class="uagb-notice-title">Hettys perspektief:</h4><div class="uagb-notice-text">
<p><strong>Das Leben im Outback aus meiner Perspektive!</strong></p>



<p>Ich bereite gerade das Essen vor und habe dabei das Gefühl, dass mehrere Fliegen versuchen, mir in die Augen, Ohren und den Mund zu krabbeln. Sie sind wirklich überall, schwirren in Schwärmen um einen herum und versuchen sogar, in die Nase zu kriechen. Nicht gerade angenehm! Bis zum Sonnenuntergang herrscht im Outback Australiens eine wahre Fliegenplage. Dann hilft nur noch ein Fliegennetz für das Gesicht, und das setzen wir auch brav auf. Nach Sonnenuntergang sind sie plötzlich verschwunden, um dann am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang wieder fröhlich zum Angriff überzugehen. Wir hoffen immer auf ordentlich Wind, dann haben wir weniger Probleme damit.</p>



<p>Wir sind die Great Central Road quer durch die Mitte Australiens gefahren, wirklich wunderschön! Dort gibt es überhaupt nichts, Wüste, eine Art Steppe, ein paar Hügel und stundenlange Fahrten, um dann nur ein einziges Auto zu sehen. Großartig. Alle 400 Kilometer gibt es ein Roadhouse, wo sie alles Mögliche verkaufen, oft auch einen Campingplatz haben und wo wir immer eine Tasse Kaffee getrunken haben. Es ist wirklich ein bizarres Leben, dort zu wohnen und zu überleben.</p>



<p><strong>Was mir im Outback aufgefallen ist:</strong></p>



<p>Autowracks, wir haben bestimmt um die 1000 gesehen, ganz alte Wracks, relativ neue Autos, Kleinbusse, Lastwagen. Alles rostet dort vor sich hin, sie werden einfach nicht weggeräumt.</p>



<p>Endlose Straßen, wunderschöne Ausblicke, Straßen bis zum Horizont, viel Schotter, manchmal ein Stück Asphalt. Manchmal gute Qualität, manchmal weniger gut, am ersten Tag hatten wir ein Gewitter und dadurch war die Straße etwas überflutet, was die Qualität nicht verbessert, also mussten wir vorsichtig sein und manchmal durch große Wasserpfützen fahren, ich liebe das….</p>



<p>Dromedare, wir haben keine Kängurus gesehen, aber wilde Pferde, Rinder und einige Gruppen von Dromedaren. Sehr ungewöhnlich, die in Australien zu sehen. Wir haben auch viele überfahrene Tiere gesehen, nicht wirklich schön.</p>



<p>Roadtrains, riesige Lastwagen mit bis zu 4 Anhängern. Wenn man ihnen auf einer Schotterstraße begegnet, muss man zur Seite fahren, denn sie verursachen eine riesige Stein- und Staubwolke und bremsen nicht.</p>



<p>Farben, jeder Tagesabschnitt hat seine eigene Farbe, gelb, orange, grüne Pflanzen, blauer Himmel und orangefarbener Sand, wirklich wunderschön. Die Sonnenaufgänge und -untergänge sind magisch.</p>



<p>Camping: Wir haben bewusst keine Campingplätze aufgesucht, sondern Orte, an denen man campen darf, an denen es aber nichts gibt (außer einmal ein schmutziges altes Plumpsklo), keine Toiletten, keine Dusche, kein Wasser, aber dafür tolle Plätze mit wunderschöner Aussicht und ganz für uns allein. Natürlich bin ich mit ausreichend Licht (Taschenlampe) zum Pinkeln gegangen, weil ich keine Schlange oder keinen Skorpion treffen wollte, aber das fand ich nicht wirklich angenehm.</p>



<p>Kurz gesagt, wirklich mal ganz raus aus dem Alltag in eine ganz andere Welt. Großartig! Dann nehme ich die Fliegen eben so, wie sie sind, da kann man ja nichts machen, setze mein Netz auf und genieße weiter.</p>
</div></div>
</div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="616" height="1024" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-616x1024.jpg" alt="" class="wp-image-6808" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-616x1024.jpg 616w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-181x300.jpg 181w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-768x1276.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-924x1536.jpg 924w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-1232x2048.jpg 1232w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-45x75.jpg 45w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-480x798.jpg 480w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2025/10/20251028_133545-scaled.jpg 1541w" sizes="(max-width:767px) 480px, 616px" /></figure>
</div></div>



<div style="height:23px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Eine Fotogalerie mit den schönsten Fotos von unserer Outback-Tour findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-outback-australien/">hier</a>.</p>



<p>Unsere anderen Reiseberichte aus Australien findet Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/category/australien/">hier</a>.</p>
<p>Views: 361</p><p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/western-australia-ein-roadtrip-durchs-outback/">Western Australia: ein Roadtrip durch&#8217;s Outback</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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