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	<title>Spanien Archive - Halbzeitpause</title>
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	<description>- der Reiseblog für Overlanding, Hiking und Backpacking</description>
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	<title>Spanien Archive - Halbzeitpause</title>
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		<title>Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hartwig van der Neut]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2023 16:24:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Kinder aus dem Haus sind, beginnt für viele Elternpaare ein neuer Lebensabschnitt &#8211; so auch für uns. Und angesichts der kalt-nassen nordeuropäischen Winter fragen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-andalusien-malaga-teil-1/">Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Wenn die Kinder aus dem Haus sind, beginnt für viele Elternpaare ein neuer Lebensabschnitt &#8211; so auch für uns. Und angesichts der kalt-nassen nordeuropäischen Winter fragen sich nicht wenige, wie und wo sie diese Phase am besten verbringen können. Wir begeben uns auf die Suche nach Antworten und besuchen Freunde, die eine Entscheidung getroffen und ihren Lebensmittelpunkt in den Süden Europas verlagert haben.</h5>



<p class="has-drop-cap">Der Fahrtwind treibt die Wassertropfen auf den Fensterscheiben des Eisenbahnwaggons waagerecht über das Glas, bis sie sich schließlich zu einigen traurigen Rinnsaalen vereinigen. Der Blick auf die draußen vorbeiziehende Landschaft verschwimmt. Vor dem Fenster ist es kalt und grau und trist, der typische nordische Winter halt. Es ist Januar, und Hetty und ich sind auf dem Weg zum Flughafen Schiphol/Amsterdam, um der Tristesse zumindest vorübergehend zu entfliehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Abenteuer Billigflug</h2>



<p>Es ist unser erster Flug seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Es geht nach Malaga an die Südküste Spaniens. Gebucht habe ich ihn bei der irischen Billig-Airline mit der stilisierten Harfe im Firmenlogo. Eigentlich fliege ich nicht gerne mit ihr: die Sitze in den Flugzeugen sind unglaublich schmal gebaut und aus sehr pflegeleichtem, zugleich aber auch sehr unschönem Hartplastik. Und wenn die Flugbegleiter, nachdem sie lauwarmen Kaffee in Pappbechern gegen Extra-Bezahlung angeboten haben, auch noch mit Rubbel-Losen den Gang im Flugzeug herunterlaufen, bin ich immer leicht peinlich berührt.</p>



<p>Aber gut, bei dieser Reise stand außer Frage, dass der gewählte Flug nicht nur unschlagbar preiswert sondern auch von der Abflugzeit her für uns eindeutig am praktischsten war. Also buchen wir &#8211; online natürlich. Und dabei wird es dann auch schon kompliziert: Gab es früher bei Flügen nur eine Gepäckkategorie (nämlich Koffer <strong>und</strong> Handgepäck alles inklusive), so wird jetzt zwischen Tickets mit &#8222;Small bag&#8220;, Handgepäck und Koffer unterschieden und natürlich sind alle unterschiedlich teuer. Wer allerdings das teurere Handgepäck bezahlt, darf dann auch &#8222;Priority boarden&#8220;, also zuerst an Bord, um sein Cabin Bag in den Gepäckfächern unter der Flugzeugdecke zu verstauen. Der Pöbel mit den &#8222;Small Bags&#8220; dagegen muss diese im Fußraum unter dem Vordersitz verstauen und weiß dann nicht mehr so recht, wo er die Füße lassen soll. Aber gut, also 1 x Koffer und 2 x &#8222;Small bag&#8220;, das muss reichen.</p>



<p>Aber dann das Einchecken: Früher machte man das am Flughafen. Heute natürlich online vorher von zu Hause aus. Und das ist bei der irischen Linie natürlich besonders kompliziert und auch mit diversen Fallstricken verbunden: Zuerst mal kann man bereits Tage vorher einchecken, allerdings nur, wenn man bereit ist, seinen Sitzplatz gegen eine zusätzliche Gebühr zu reservieren. Diese Gebühr wird nach einem komplizierten Schlüssel berechnet (je nach Komfortgewinn) und kann bis zu 17 Euro pro Person und Flug betragen. Der kostenlose Check-in wiederum startet erst 24 Stunden vor Abflug (wenn nämlich alle guten Plätze bereits vergeben sind). Kostenlos ist er übrigens auch nur, wenn man ihn inklusive des Ausdruckens der Boardingpässe im Vornherein erledigt. Sollte man es wagen, am Flughafen unverschämterweise ohne ausgedruckte Tickets zu erscheinen, wird einem eine Strafzahlung in Höhe von 55 Euro angedroht (was so ungefähr der Hälfte des gesamten Ticketpreises entspricht)!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-678x1024.jpg" alt="Flugzeug über den Wolken" class="wp-image-3476" style="width:268px;height:405px" width="268" height="405" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-678x1024.jpg 678w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-199x300.jpg 199w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-768x1161.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-1016x1536.jpg 1016w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-1355x2048.jpg 1355w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-97x146.jpg 97w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-33x50.jpg 33w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-50x75.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/FlugzeugueberWolken-scaled.jpg 1694w" sizes="(max-width:767px) 268px, 268px" /></figure>
</div>


<p>Also, nachdem ich es im weiteren Online-Check-in-Prozedere durch äußerste Konzentration erfolgreich umschifft habe, weitere Gepäckstücke, Mietwagen, Hotels und Reiseversicherungen zu unserem Flug dazuzubuchen, komme ich endlich zur Sitzplatzauswahl. Wiederum bietet man mir gegen Zuzahlung die eigenständige Auswahl zweier Sitzplätze für Hetty und mich an und droht gleichzeitig unverhohlen, dass wir ohne diese Zuzahlung höchstwahrscheinlich während des Fluges nicht nebeneinander sitzen würden. Diese versuchte Erpressung klicke ich höchst erbost weg und&#8230; bekomme prompt für uns einen Sitzplatz in Reihe 3 und einen weiteren in Reihe 23 zugewiesen. Umbuchung unmöglich. Ich bin verstimmt. Ich habe ja Verständnis dafür, dass man in Zeiten harter Konkurrenz kostenerzeugende Leistungen wie Verpflegung oder schweres Gepäck an den Kunden weiterberechnet. Aber die Vergabe von Sitzplätzen im Flugzeug ist nunmal für den Carrier mit keinerlei Kosten verbunden. Das so gehandhabte (und mittlerweile verbreitete) System ist also nichts weiter als Schikane. Sagen wir, wie es ist.</p>



<p>Zumal die Pointe der Geschichte ist: als ich dann also in Reihe 3 meinen Platz und Hetty ihren in Reihe 23 eingenommen haben, muss ich feststellen, dass der Platz neben mir nicht vergeben ist. Der Buchungsalgorhythmus hat uns also absichtlich und ohne jede Not möglichst weit auseinandergesetzt.  Selbstverständlich hole ich Hetty zu mir, sobald die Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hat. Nimm das, Ry*n Air! </p>



<h2 class="wp-block-heading">Malaga</h2>



<p>Nungut. Ankunft, Mietwagenabholung, erste Übernachtung in einem kleinen, sehr netten Boutiquehotel im Vorort Torremolinos in Flughafennähe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-1024x683.jpg" alt="Kathedrale in Malaga,Spanien" class="wp-image-3427" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-1024x683.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-300x200.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-768x512.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-1536x1024.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-2048x1365.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-219x146.jpg 219w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-50x33.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/DSC04547-113x75.jpg 113w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Am nächsten Morgen erfreut uns Andalusien mit sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen: bei jetzt schon fast 20 Grad machen wir uns auf zur Erkundung der Stadt Malaga, die zu dieser Zeit noch einen recht verschlafenen Eindruck macht. Bevor sich die Straßen in der Innenstadt zu füllen beginnen, haken wir bereits die ersten Sehenswürdigkeiten ab. Die Kathedrale mit dem schwelgerischen Namen &#8222;Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación&#8220; wurde von 1528 bis 1782 (also immerhin 254 Jahre lang) auf den Fundamenten einer maurischen Moschee gebaut. Eigentlich würden wir sie gerne besichtigen, aber am Eingang weist uns ein Schild darauf hin, dass dieser für die Bewohner von Malaga reserviert sei. Touristen müssten den Nebeneingang benutzen. Dieser ist allerdings nicht nur kostenpflichtig, sondern auch jetzt schon völlig überlaufen. Wir verzichten kurzerhand. Auch in die Schlange vor dem Picasso-Museum (der Maler hat hier die ersten 10 Jahre seines Lebens verbracht) mögen wir uns nicht so recht einreihen. Vielleicht auf dem Rückweg&#8230; </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-1024x922.jpg" alt="Stierkampfarena in Malaga, Spanien." class="wp-image-3429" style="width:339px;height:305px" width="339" height="305" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-1024x922.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-300x270.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-768x691.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-1536x1383.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-2048x1844.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-162x146.jpg 162w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-50x45.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Malaga-Arena-83x75.jpg 83w" sizes="(max-width:767px) 339px, 339px" /></figure>
</div>


<p>Also wandern wir stattdessen zu der auf einem Hügel oberhalb der Stadt gelegenen Festung, der immerhin zweitgrößten maurischen Burganlage in Andalusien (nach der Alhambra in Granada). Von hier aus hat man auch eine gute Sicht auf ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: die Stierkampfarena &#8222;Plaza de Toros de La Malagueta&#8220;, die bis zu 9000 Zuschauer fassen kann.<strong>&nbsp;</strong>Ich finde die Vorstellung ja nach wie vor befremdlich, dass sich Menschen in großer Anzahl treffen, um gemeinschaftlich dabei zuzusehen, wie ein Stier möglichst langwierig abgestochen wird. Aber vielleicht fehlt mir da auch die kulturelle Einsicht.</p>



<p>Von Malaga aus fahren wir am Nachmittag mit dem Mitwagen ins nördliche Hinterland. Hier sind wir mit Bob und Olga verabredet, einem befreundeten Päärchen aus Holland, das mittlerweile überwiegend in Spanien lebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leben im Süden <em>und</em> im Norden &#8211; das Beste aus zwei Welten</h2>



<p>Die beiden haben sich vor einiger Zeit in den Bergen zwischen Malaga und Granada ein Anwesen als Alterswohnsitz gekauft. Das Gebäude im spanischen Stil  liegt auf einem großem von Olivenbäumen bewachsenen Hang-Grundstück, verfügt über mehrere Terassen, einen kleinen Pool und eine traumhafte Aussicht über die Berge bis hinunter zum Mittelmeer. Und natürlich hat es einen eigenen Namen &#8222;Casa Escondida&#8220; &#8211; das &#8222;versteckte Haus&#8220;. </p>



<p>Und versteckt ist es wirklich. Es gibt für das Navigationsgerät keine offizielle Adresse, sondern nur Längen- und Breitengrad-Angaben, die uns über eine Sandpiste an steilen Abhängen entlang schließlich bis kurz vor ihre Auffahrt führen. Und auch wenn die Restauration des Anwesens immer noch nicht abgeschlossen ist, ist gleich zu erkennen, welch schönes Fleckchen Erde die beiden hier ergattert und hergerichtet haben:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="669" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-1024x669.jpg" alt="Terasse von Finca in Andalusien, Spanien" class="wp-image-3455" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-1024x669.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-300x196.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-768x502.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-1536x1004.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-2048x1338.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-223x146.jpg 223w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-50x33.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/TerasseOlgaundBob-115x75.jpg 115w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Während Bob pensioniert ist und mittlerweile den Großteil des Jahres in Andalusien verbringt, arbeitet Olga noch projektweise als Interims-Schuldirektorin und verbringt daher noch gut die Hälfte des Jahres in heimischen Gefilden. Ihr Wohnhaus in den Niederlanden haben sie gegen ein kleines Ferienhaus eingetauscht, das ihnen als temporärer Wohnsitz dient, wann immer sie in ihrem alten Heimatland sind. Auf diese Weise haben sie zwar ihren Lebensmittelpunkt nach Spanien verlegt, leben aber auch noch mit einem Bein in Holland und fliegen regelmäßig hin- und her. Olga hat außerdem im nahegelegenen Dorf Sedella noch ein kleines Townhouse dazugekauft, um Gäste, die etwas länger bleiben wollen, dort adäquat unterzubringen. Das ist dann natürlich die luxuriöse Variante des (vorgezogenen) Lebensabends, bei dem man nicht gleich alle Verbindungen in die ursprüngliche Heimat kappt. </p>



<p>Bob hat sich auf diese Weise gut eingelebt in Spanien, ist viel mit der Restaurierung des Anwesens beschäftigt und vermisst Holland eigentlich nicht. Durch die Kontakte zu den einheimischen Handwerkern spricht er mittlerweile auch recht gut Spanisch. Aber wie es ansonsten mit der Integration vor Ort sei, fragen wir die beiden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-1024x582.jpg" alt="Yogagruppe am Strand von Malaga, Spanien." class="wp-image-3542" style="width:506px;height:287px" width="506" height="287" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-1024x582.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-300x170.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-768x436.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-1536x872.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-2048x1163.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-257x146.jpg 257w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-50x28.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Yogagruppe-132x75.jpg 132w" sizes="(max-width:767px) 480px, 506px" /></figure>
</div>


<p>Olga erzählt, dass die Kontakte zur spanischen Bevölkerung im Dorf und der Umgebung dann doch zumeist oberflächlich blieben. Insgesamt ergäben sich eher Kontakte zu den zahlreichen anderen sogenannten &#8222;Expats&#8220; in der Umgebung. Viele Häuser in den umliegenden Bergen werden von Skaninaviern, Holländern, Engländern oder Deutschen bewohnt, die hier ebenfalls ihren Lebensabend verbringen würden. Diese Ausgewanderten pflegen dann auch viel Kontakt untereinander, und es werden gemeinsame Yoga-Sessions oder Lese-Abende veranstaltet. In der Praxis bleiben also die Spanier und ihre neuen Nachbarn doch weitgehend voneinander getrennt.</p>



<p>Und wie wir so auf der Terasse sitzen und bei einem Glas Wein die Aussicht über die andalusische Berglandschaft genießen, neigt sich auch der Tag dem Abend zu. Und nachdem wir heute tatsächlich von morgens bis abends nur im T-Shirt herumgelaufen sind, wird es jetzt doch etwas kühler. Bob befeuert sogar den Holz-Ofen im Haus, als wir uns zum Abendessen nach drinnen verlagern. Aber immer noch ist es überhaupt kein Vergleich zum Winterwetter in den Niederlanden, in dem jetzt in den Nächten die Minusgrade drohen und an das wir uns mit Schauern zurückerinnern&#8230;</p>



<p>Am nächsten Morgen scheint bereits wieder die Sonne auf die Terasse, auf der wir unser Frühstück einnehmen. Sofort ist klar, wie anziehend so ein Leben in diesen klimabegünstigten Regionen ist. Ich meine geradezu eine körperliche Reaktion auf die Sonnenstrahlen zu fühlen, so als ob man spüren könne, wie die Vitamin D &#8211; Produktion angekurbelt wird. </p>



<p>Bob hat einen Termin in der Stadt, aber wir nutzen das gute Wetter und brechen mit Olga zu einer Wanderung in den nahegelegenen Bergen auf.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-681x1024.jpg" alt="Berglandschaft in Andalusien" class="wp-image-3458" style="width:364px;height:548px" width="364" height="548" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-681x1024.jpg 681w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-200x300.jpg 200w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-768x1154.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-1022x1536.jpg 1022w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-1363x2048.jpg 1363w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-97x146.jpg 97w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-33x50.jpg 33w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-50x75.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BergeAndalusien-scaled.jpg 1704w" sizes="(max-width:767px) 364px, 364px" /></figure>
</div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Wander-Alternative zum &#8222;Camenito del Rey&#8220;</h2>



<p>Eigentlich ist die klassische und bekannteste Bergwanderung in der Region der <a href="https://www.caminitodelrey.info/en/">&#8222;Camenito del Rey&#8220;</a>, eine spektakuläre Tour, die noch bis zum Jahr 2000 wegen ihrer ausgesetzten Streckenführung an Kliffhängen und Schluchten als gefährlichste Wander-Strecke Spaniens galt. Heute ist sie aber gut ausgebaut und gesichert und daher auch sehr stark frequentiert. Zur Zeit unseres Aufenthaltes fanden allerdings mal wieder Ausbesserungsarbeiten an der Route statt, und sie durfte nur in geführten Gruppen begangen werden, für die man frühzeitig Tickets reservieren musste. Das ist nicht so unser Ding. Daher waren wir froh, dass uns Olga auf eine sehr schöne Alternativstrecke führte, eine Erweiterung des &#8222;Sendero El Santillo&#8220;. Diese 4-stündige Wanderung verbindet die beiden Dörfer Sedella und Canillas de Aceituno. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-1024x726.jpg" alt="Warnschild für Bergwanderer" class="wp-image-3444" style="width:431px;height:305px" width="431" height="305" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-1024x726.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-300x213.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-768x545.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-1536x1089.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-2048x1452.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-206x146.jpg 206w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-50x35.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SenderoElSantillo01-106x75.jpg 106w" sizes="(max-width:767px) 431px, 431px" /></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-1024x720.jpg" alt="Hängebrücke über Schlucht in Andalusien, Spanien." class="wp-image-3456" style="width:489px;height:343px" width="489" height="343" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-1024x720.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-300x211.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-768x540.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-1536x1080.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-2048x1440.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-208x146.jpg 208w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-50x35.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Haengebruecke-107x75.jpg 107w" sizes="(max-width:767px) 480px, 489px" /></figure>
</div>


<p>Sie beginnt am Fuße des 2069 m hohen Bergs La Maroma und führt zuerst durch sanftes Hügelland und dann durch eine immer schroffere Felsenlandschaft &#8211; stets begleitet von weiten Aussichten auf das Mittelmeer. Schließlich wird der Pfad immer unwegsamer, und vielfach wird er jetzt von Ketten abgesichert. Entlang der Felsen steigen wir ab in eine tiefe Schlucht, die vom Fluss Almanchares 70 Meter tief in die Erde gegraben wurde. Unbestrittener Höhepunkt ist ihre Überquerung mittels einer 54 m langen Hängebrücke. Auf der anderen Seite geht es dann sehr viel gemütlicher auf einem gut ausgebauten Weg zum Dorf Canillas de Aceituno. Dort holt uns Bob im Auto ab, und wir fahren zu einem späten Lunch an die Küste. Auf der palmenumsäumten Terasse eines Strandlokals genießen wir die Sonne und lassen es uns mit spanischen Tapas und Weinschorle gutgehen. Ja, dass so ein Leben, wie Bob und Olga es hier in Andalusien führen, für viele attraktiv ist, können wir gut nachempfinden!</p>



<p>Und wie man das Ganze dann noch sehr viel radikaler gestalten kann, lest Ihr <a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-almeria-und-sierra-nevada-teil-2/">im 2. Teil unseres Reiseberichts.</a></p>



<p class="has-text-align-right"><em>(Und weitere Fotos aus Andalusien findet Ihr in der <a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-andalusien-malaga-almeria-sierra-nevada/#comment-6134">Fotogalerie</a> zu unserer Reise.)</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-very-light-gray-to-cyan-bluish-gray-gradient-background has-background">Bob bietet mittlerweile seine Dienste als ortskundiger Wanderführer für die Region an. Wer sich gerne von ihm die schönsten Wanderrouten in der Umgebung zeigen lassen möchte, kann über seine Webseite Kontakt mit ihm aufnehmen: <a href="http://www.bobwalks.com">Bobwalks.com</a></p>



<p></p>
<p>Views: 259</p><p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-andalusien-malaga-teil-1/">Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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		<title>Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien &#8211; Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hartwig van der Neut]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2023 09:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Andalusien]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Überwintern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Kinder aus dem Haus sind, beginnt für viele Elternpaare ein neuer Lebensabschnitt &#8211; so auch für uns. Und angesichts der kalt-nassen nordeuropäischen Winter fragen<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-almeria-und-sierra-nevada-teil-2/">Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Wenn die Kinder aus dem Haus sind, beginnt für viele Elternpaare ein neuer Lebensabschnitt &#8211; so auch für uns. Und angesichts der kalt-nassen nordeuropäischen Winter fragen sich nicht wenige, wie und wo sie diese Phase am besten verbringen können. Wir begeben uns auf die Suche nach Antworten und besuchen Freunde, die eine Entscheidung getroffen und ihren Lebensmittelpunkt in den Süden Europas verlagert haben. Hier ist die Fortsetzung unseres Berichtes:</h5>



<p><a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-andalusien-malaga-teil-1/">(zurück zu Teil 1)</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Almeria</h2>



<p class="has-drop-cap">Nach einer herzlichen Verabschiedung von Olga und Bob verlassen wir das bergige Hinterland nördlich von Vélez Málaga und fahren mit unsererm Mietwagen entlang der Mittelmeerküste in Richtung Murcia. </p>



<p>Unterwegs machen wir einen Stopp in Almeria und besichtigen die mehr als 1000 Jahre alte Burg, die wiederum oberhalb der Altstadt auf einem Hügel thront. Als ich beim Eintritt schon mein Portemonnaie zücke und für uns zwei Tickets kaufen will, fragt uns der mürrische Kassierer kurz angebunden, woher wir kämen. Und als ich etwas irritiert antworte: &#8222;Aus Deutschland bzw. Holland&#8220;, winkt er uns mit einem kurzen Kopfnicken wortlos durch. Wie wir später erfahren, wurde die Restaurierung der Anlage zu einem großen Teil aus EU &#8211; Geldern finanziert. Und zum Dank ist der Eintritt für EU &#8211; Bürger frei. Wenn die Engländer von solch großzügigen Vergünstigungen rechtzeitig Wind bekommen hätten, sie hätten es sich mit dem Brexit wahrscheinlich nochmal überlegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="594" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-1024x594.jpg" alt="Burg von Almeria, Spanien" class="wp-image-3460" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-1024x594.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-300x174.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-768x445.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-1536x891.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-2048x1187.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-252x146.jpg 252w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-50x29.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/BurgAlmeria-129x75.jpg 129w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Da wir an dem Tag noch ein gutes Stück Weg vor uns haben, genießen wir die Aussichten über die Stadt hinunter zum Hafen, ziehen die Besichtigung ansonsten aber nicht allzu sehr in die Länge. Auf einer kleinen Terrasse unterhalb der Festung nehmen wir noch ein schnelles Mittagessen zu uns und machen uns dann auf zu unserer nächsten Etappe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alle Zelte abbrechen &#8211; die radikale Variante</h2>



<p>Am späten Nachmittag erreichen wir Puerto de Mazarrón, einen kleinen Badeort südlich von Murcia. Dort haben wir uns eine kleine Ferienwohnung gemietet, und hier sind wir verabredet mit unserem nächsten Freundespaar Rudi und Diana. Auf dem nahegelegenen Campingplatz &#8222;Las Torres&#8220; haben die beiden ihr Winterlager aufgeschlagen. </p>



<p>Rudi und Diana waren schon immer leidenschaftliche Camper (wie so viele Holländer) und haben vor gut anderthalb Jahren ihr Leben komplett umgekrempelt: Sie haben ihr Haus und ihren eigenen Betrieb, ein sehr erfolgreiches Kosmetikstudio, verkauft, sich von einem Großteil ihres Besitzes getrennt und leben seitdem zusammen mit ihrer Katze Dinky ausschließlich in ihrem Wohnwagen und Campervan. Finanziell unabhängig und völlig frei von jeglichen beruflichen Verpflichtungen. Und vorzugsweise in Frankreich und Spanien. Nach Holland kehren sie nur nötigenfalls im Sommer für wenige Wochen zurück und wohnen dann ebenfalls auf dem Campingplatz. Und das während beide noch ein gutes Stück vom regulären Pensionsalter entfernt sind. Niemand sonst in unserem erweiterten Bekanntenkreis hat einen solch radikalen Schnitt gewagt, und wir sind natürlich sehr neugierig, wie es ihnen mit dieser einschneidenden Lebensveränderung heute geht.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-796x1024.jpg" alt="Balkon von Ferienwohnung in Puerto de Mazarron, Spanien" class="wp-image-3466" style="width:354px;height:456px" width="354" height="456" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-796x1024.jpg 796w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-233x300.jpg 233w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-768x987.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-1195x1536.jpg 1195w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-1593x2048.jpg 1593w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-114x146.jpg 114w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-39x50.jpg 39w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-58x75.jpg 58w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Balkon-scaled.jpg 1991w" sizes="(max-width:767px) 354px, 354px" /></figure>
</div>


<p>Am ersten Abend besuchen sie uns in der Ferienwohnung, da es für gemeinsames Kochen und Abendessen in ihrem Wohnwagen doch etwas beengt ist. Da wir erst am frühen Abend ankommen, hatten wir noch keine Gelegenheit zum Einkaufen, aber die beiden bringen alles, aber auch wirklich alles mit, was man für ein geselliges Abendessen zu viert braucht: nicht nur das bereits vorbereitete Essen, sondern auch diverse Getränke, Extra-Stühle und sogar Kerzen und eine kleine Musikanlage. Man weiß ja nie, was in so einer angemieteten Ferienwohnung vorhanden ist bzw. fehlt. Rudi schenkt spanischen Rotwein für alle ein, und als wir auf das erste Wiedersehen nach langer Zeit anstoßen, müssen wir natürlich sofort fragen: &#8222;Und? Wie ist es? Habt Ihr Eure Entscheidung schon bereut?&#8220; Die beiden sehen sich kurz an und schütteln dann unisono mit dem Kopf: &#8222;Nein, zu keinem Zeitpunkt!&#8220;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger Besitz = mehr Freiheit</h2>



<p>Nach einem sehr geselligen Abend besuchen wir Rudi und Diana am nächsten Morgen auf dem Campingplatz, um uns genauer anzusehen, wie sich die beiden in ihrem neuen Leben eingerichtet haben. Dort haben sie sich einen festen Stellplatz für das ganze Jahr gemietet, auch wenn sie planen, lediglich die Wintermonate wegen des wärmeren Klimas hier zu verbringen. Denn eigentlich hängt ihr Herz an Frankreich, dem Land, in dem sie vorzugsweise die restlichen Monate des Jahres verbringen und von Campingplatz zu Campingplatz reisen. Rudi hat schon früher immer viel von Frankreich geschwärmt. Aber auch Portugal und Italien sind in der Planung, und vielleicht auch mal Marokko. Das ist natürlich der große Vorteil, wenn man überhaupt keinen festen Wohnsitz mehr hat. Man ist völlig unabhängig und kann immer dorthin reisen, wohin es einen gerade zieht und wo das Wetter gerade angenehm ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-1024x576.jpg" alt="Campingplatz &quot;Las Torres&quot; in Puerto de Mazarron, Spanien" class="wp-image-3431" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-1024x576.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-300x169.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-768x432.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-1536x864.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-2048x1152.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-260x146.jpg 260w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-50x28.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-133x75.jpg 133w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/20230105_182540-1200x675.jpg 1200w" sizes="(max-width:767px) 480px, (max-width:1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Aber diese Unabhängigkeit hat auch ihren Preis: und das ist der Verlust von Komfort. Ein Wohnwagen ist auch für zwei Personen auf Dauer recht eng und dessen Badezimmerkabine sowieso. Immer die sanitären Einrichtungen eines Campingplatzes in Anspruch nehmen zu müssen, ist auch nicht jedermanns Sache. Aber all das nehmen Rudi und Diana ganz bewußt in Kauf: &#8222;Simplify your life!&#8220; ist das Motto &#8211; je weniger Besitz, desto mehr Freiheit. Und je weniger Komfort desto geringer ist der Druck, Geld für dessen Finanzierung verdienen zu müssen. Ein Ansatz, über den man durchaus nachdenken kann. Daß die beiden diese Art des Lebens genießen, ist ihnen jedenfalls anzumerken.</p>



<p>Trotzdem haken wir nochmal nach und fragen sie, ob sie sich denn ansonsten keine Sorgen machen würden? Was wäre zum Beispiel, wenn mal einer krank würde und medizinische Versorgung benötigen würde? Aber das nehmen die beiden locker: sie haben sich mittlerweile ein ganzes Netzwerk an Ärzten und Kliniken in Spanien und Frankreich aufgebaut, die sie jederzeit konsultieren könnten. Sie kehren doch häufig wieder an feste Orte zurück und dann wissen sie gleich, wo es dort einen vertrauenswürdigen Zahnarzt oder sogar auch mal einen Anwalt gibt, wenn man ihn denn braucht. Letztendlich sei es nicht viel anders als zu Hause, nur seien die Ärzte halt etwas weiter verteilt. Mit der sprachlichen Verständigung sei es mitunter etwas schwierig, aber da fände sich eigentlich auch immer jemand mit englischen oder französischen oder manchmal sogar niederländischen Sprachkenntnissen. Die beiden sind da ganz unbekümmert. </p>



<p>Und bei aller Radikalität ihres Schrittes: wenn ihnen das Umherziehen in den Mittelmeerländern eines Tages nicht mehr gefallen sollte, dann könnten sie ja jederzeit auch wieder nach Holland zurückkehren. Auch wenn sie seit Neuestem dort gar nicht mehr offiziell gemeldet sind: während unseres Aufenthaltes sind sie nämlich gerade damit beschäftigt, sich nach Spanien umzumelden &#8211; offizielle Adresse &#8222;Campingplatz Las Torres&#8220;. Der neue Campervan verfügt schon über spanische Kennzeichen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-1024x985.jpg" alt="Bergwanderung zum Goldfischteich in Andalusien" class="wp-image-3467" style="width:409px;height:393px" width="409" height="393" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-1024x985.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-300x289.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-768x739.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-1536x1478.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-2048x1970.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-152x146.jpg 152w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-50x48.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Goldfischteich-78x75.jpg 78w" sizes="(max-width:767px) 409px, 409px" /></figure>
</div>


<p>Nach einer Tasse Kaffee im Schatten des Sonnensegels vor dem Wohnwagen unternehmen wir direkt vom Campingplatz aus eine Wanderung in die nahegelegenen Berge. Es ist eigentlich mehr ein angenehmer Spaziergang durch sanft geschwungene Hügel als eine  richtige Bergwanderung (in jedem Fall für Hetty, für die Wanderungen ja nie ausgedehnt genug sein können), aber immerhin erreichen wir nach knapp 2 Stunden dann einen kleinen Pass in ca. 300 Meter Höhe. </p>



<p>In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich unter einer Palme ein kleiner künstlicher Teich, der wohl früher mal der Bewässerung eines kleinen nahegelegenen aber mittlerweile gänzlich verfallenen Anwesens diente. Und in dieses Wasserreservoir muss irgendwann mal ein Spaßvogel ein paar Goldfische gesetzt haben, denen es dort offenbar ausgesprochen gut gefällt. Jedenfalls haben sie sich im Laufe der Zeit so stark vermehrt, dass es dort nun vor Goldfischen nur so wimmelt. Und auch jetzt kann man mit bloßem Auge bereits wieder mehrere trächtige Goldfischweibchen mit dicken Bäuchen entdecken, die kurz davor stehen, die Population des Teiches weiter zu vergrößern. Kurz mache ich mir Gedanken, ab wann bei einem solch eingeschränkten Genpool wie diesem eigentlich mit Inzucht-Erscheinungen zu rechnen ist.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-1024x594.jpg" alt="Sonnenuntergang Strndwacht von Bolnuevo, Andalusien, Spanien" class="wp-image-3566" style="width:409px;height:237px" width="409" height="237" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-1024x594.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-300x174.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-768x445.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-1536x891.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-2048x1188.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-252x146.jpg 252w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-50x29.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SonnenuntergangBaywatch-129x75.jpg 129w" sizes="(max-width:767px) 409px, 409px" /></figure>
</div>


<p>Bevor ich aber länger ins Grübeln verfallen kann, machen wir uns nach kurzer Pause bereits wieder an den Abstieg und fahren anschließend zu einem späten Mittagessen wiederum an die Küste. Im Nachbar-Örtchen Bolnuevo essen wir auf der Terasse eines kleinen Strand-Restaurants das spottbillige &#8222;Menú del día&#8220;: 3 leckere Gänge inklusive Getränken für nichtmal 12 Euro. Das allgemein niedrige Preisniveau macht es natürlich bedeutend einfacher, hier auch ohne regelmäßige Einkünfte lediglich von seinen Rücklagen zu leben, wie Rudi auch bereits im Vorhinein in akribischen Kostenaufstellungen berechnet hat.</p>



<p>Am Abend liefern wir die beiden wieder am Campingplatz ab und verabreden uns spaßeshalber für ein nächstes Treffen in Marokko irgendwann und irgendwo in der Wüste &#8211; die beiden mit ihrem Van und Wohnwagen und wir mit unserem dann hoffentlich fertig ausgebauten Land Rover Defender! <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="3187" consent-by="services" consent-id="3188"/></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wandern in der Sierra Nevada</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-1024x672.jpg" alt="Autostraße zur Sierra Nevada in Andalusien, Spanien." class="wp-image-3434" style="width:421px;height:276px" width="421" height="276" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-1024x672.jpg 1024w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-300x197.jpg 300w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-768x504.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-1536x1008.jpg 1536w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-2048x1344.jpg 2048w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-222x146.jpg 222w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-50x33.jpg 50w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/Sierra-Nevada-Strasse-114x75.jpg 114w" sizes="(max-width:767px) 421px, 421px" /></figure>
</div>


<p>Am nächsten Tag treten wir die Rückreise an. Statt wieder der Küste zu folgen, nehmen wir die nördliche Route über Granada zurück nach Malaga. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, die dabei am Horizont auftauchen, erinnern uns daran, dass es eben auch in Andalusien Winter ist. Die  Außentemperatur-Anzeige unseres Mietwagens pendelt sich in den kühlen Morgenstunden irgendwo zwischen 5 und 6 Grad ein. </p>



<p>Unterwegs überlege ich noch kurz, einen Abstecher in die &#8222;Desierto de Tabernas&#8220; zu machen, eine einzigartige Wüstenlandschaft, in der zahlreiche Spaghetti-Western (u. a. Sergio Leones &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220;), &#8222;Indiana Jones&#8220; und sogar auch einzelne Szenen für den David Lean-Klassiker &#8222;Lawrence of Arabia&#8220; gedreht wurden. Aber dann deutet der Reiseführer an, dass dort heute eher vergnügungsparkähnliche Westernkulissen zu sehen sind und daher sehen wir davon ab. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-748x1024.jpg" alt="Berglandschaft in der Sierra Nevada, Andalusien, Spanien." class="wp-image-3470" style="width:430px;height:588px" width="430" height="588" srcset="https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-748x1024.jpg 748w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-219x300.jpg 219w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-768x1051.jpg 768w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-1123x1536.jpg 1123w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-1497x2048.jpg 1497w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-107x146.jpg 107w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-37x50.jpg 37w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-55x75.jpg 55w, https://halbzeitpause.blog/wp-content/uploads/2023/01/SierraNevada-1-scaled.jpg 1871w" sizes="(max-width:767px) 430px, 430px" /></figure>
</div>


<p>Stattdessen parken wir unser Auto im kleinen Örtchen Monachil unweit von Grenada. Von dort aus führt eine halbtägige Wanderung in die Berge der Sierra Nevada. Selbstverständlich hat auch dieser Weg eine besonders schöne spanische Bezeichnung: &#8222;Sendero Nuevo Acceso A Los Cahorros Por cauce Rio Monachil&#8220;. Er führt entlang eines kleinen Flusses und über mehrere Hängebrücken tief hinein in eine Bergschlucht. Sie ist teilweise so eng, dass man sich einzeln zwischen und unter den Felsen hindurchzwängen muss. Da es gerade ein spanischer Feiertag ist, ist die erste Teilstrecke von zahlreichen spanischen Groß-Familien bevölkert, was zu einigen Staus und Wartezeiten an diesen Engpässen führt. Am Ende der Schlucht wählen wir einen alternativen Rückweg oben durch die Berge und sind dort sofort ganz alleine &#8211; sehr angenehm und sehr ruhig! Belohnt werden wir darüberhinaus mit wunderschönen Aussichten auf die Berglandschaft.</p>



<p>Die letzte Nacht verbleiben wir wieder in Torremolinos, so dass wir es am nächsten Morgen nicht mehr weit zur Mietwagenrückgabe und dem Flughafen von Malaga haben. </p>



<p>Bei der Mietwagenfirma herrscht in der Frühe blankes Chaos, es gibt kaum genug Platz, um die zurückkehrenden Autos unterzubringen. Erst nach längerer Wartezeit können wir den Wagen an einen der leicht überforderten Mitarbeiter übergeben. Da sich auch an der Haltestelle des Shuttle-Busses zum Flughafen eine lange Schlange gebildet hat und die Touristen nur häppchenweise abtransportiert werden, entschließen wir uns, die vermeintlich kurze Strecke zum Abflugterminal zu Fuss zu gehen. Auf der Google Maps-Karte auf dem Smartphone sieht das auch alles ganz nah und einfach aus. In der Realität stellen wir allerdings fest, dass die Strecke nicht für Fußgänger ausgelegt ist, weswegen wir uns schließlich mit dem Rollkoffer irgendwo zwischen fließendem Autoverkehr und Leitplanke auf der Schnellstraße wiederfinden. Irgendwie gelingt es uns dann aber doch, heil und unverletzt das Flughafengebäude zu erreichen.</p>



<p>Der Rückflug geschieht mit einer spanischen Fluglinie. Das Ticket ist ungefähr 3mal so teuer wie bei der irischen Airline, dafür ist der Service gleich schlecht: Der Computer setzt uns diesmal immerhin in zwei hintereinanderliegende Sitzreihen, nebeneinander war aber auch hier zu viel verlangt&#8230;</p>



<p>Und dann hat uns nach drei Stunden Flug der nordische Winter wieder: Kaum verlassen wir das Flugzeug in Amsterdam, ist bereits auf der Gangway ein kalter Windzug zu spüren und auch der Nieselregen lässt nicht lange auf sich warten. Großartig.</p>



<p>Und als wir wieder im Zug sitzen, hängen wir beide unseren Gedanken nach. Die Vorstellung, einen festen Winterwohnsitz im Süden zu besitzen und dort das schlechte Wetter einfach auszusitzen, ist zugegebenermaßen verlockend. Aber würde uns ein solches Domizil nicht zu sehr binden? Wir würden uns wahrscheinlich verpflichtet fühlen, möglichst viel Zeit ausschließlich dort zu verbringen. Und dafür haben wir noch viel zu viele andere Reisepläne, wollen andere Länder und Kontinente sehen. Da würde sich ein solcher zusätzlicher Wohnsitz vielleicht eher wie ein Klotz am Bein anfühlen. Und wie wäre es, alles zu verkaufen und nur noch herumzureisen? Gar keinen festen Wohnsitz mehr zu haben? Ganz ehrlich: dafür hängen wir dann wohl doch zu sehr an unserem Zuhause.</p>



<p>Also, was ist die Lösung? Was denkt Ihr, wie habt Ihr vor, Eure Winter zukünftig zu verbringen? Flieht Ihr vor der Kälte oder harrt Ihr aus? Schreibt uns gerne Eure Überlegungen zu dem Thema in den Kommentaren!</p>



<p class="has-text-align-right"><em>(Weitere Fotos von unserer Reise findet Ihr in der <a href="https://halbzeitpause.blog/fotogalerie-andalusien-malaga-almeria-sierra-nevada/#comment-6134">Andalusien-Fotogalerie.</a>)</em></p>
<p>Views: 255</p><p>Der Beitrag <a href="https://halbzeitpause.blog/winter-in-spanien-almeria-und-sierra-nevada-teil-2/">Kälte und Regen adé &#8211; Überwintern in Andalusien &#8211; Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://halbzeitpause.blog">Halbzeitpause</a>.</p>
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